Beiträge von der Papa

    So, Fortuna war zwar nicht besonders hübsch, aber mit Glühwein zu ertragen :)


    Nun hat mir die Gute folgende Auflistung in den Gehörgang gesäuselt:


    Mery - Stuhl

    Ubik - SSD 256GB

    Thor2710 - Maus

    Mon.ky - RAM 16GB

    KrustY - SSD 120GB

    TigerX7 - Tastatur

    NaZaD91 - Kühler

    __jan - SSD 512GB

    Starback33 - Netzteil

    KibouFenikkus - Gehäuse



    jetzt seit ihr dran: schreibt mir eine PM mit euren Adressdaten, Mailadresse dabei bitte nicht vergessen.

    PS: und wenns mal wieder länger dauert: hier wird niemand vergessen, nur vorübergehend ignoriert...



    Wir schreiben das Jahr 2008. Mit Barack Obama steht erstmals ein schwarzer Präsident an der Spitze der USA, die 24-jährige Katy Perry wird mit ihrer Single "I Kissed a Girl" über Nacht zum Idol kreischender Teenie-Scharen, die Comicverfilmung "Iron Man" legt den Grundstein für ein Franchise, das die kommende Dekade der Kinogeschichte maßgeblich mitgestaltet und ein kleines Call-of-Duty-Forum öffnet seine Pforten, um die CoD-Community in Zeiten ohne Youtuber und Social Media mit wichtigen Informationen zu versorgen.


    Wir könnten jetzt vermutlich eine komplette Abhandlung über die Veränderung der Videospiele, deren Vermarktung oder der Welt im allgmeinen schreiben, aber dazu sind wir nicht hier. Wir wollen mit euch einfach 10 Jahre CallofDutySeries.de feiern. 10 Jahre mit News und Diskussionen zum neuesten CoD-Teil oder anderen Spielen. 10 Jahre in denen Spielern bei Problemen geholfen wurde. 10 Jahre in denen sich Zockergruppen, Freundschaften und mehr entwickelt haben.


    10 Jahre. Was für eine Zeit. Geburt bis Ende der Grundschule. Vermutlich hat es niemand erwartet, manch ein Marktbegleiter blieb auch auf der Strecke.

    Wir freuen uns und Ihr hoffentlich auch, das es uns solange gibt und auch weiterhin geben wird.

    Zwecks Erhaltung der Freude auf Eurer Seite möchten wir ein kleines, bescheidenes Gewinnspiel veranstalten.


    An dieser Stelle möchte ich mich schon einmal bei den Sponsoren bedanken:

    >>KM Gaming

    K-GM Grinder USB Gaming Maus



    Eine Maus die sich deinen Gewohnheiten anpasst? Optischer DPi-Sensor, Omron Switches, Gewichtsanpassung , austauschbares Seitenteil, dies sind nur ein paar Punkte, die für diese Maus sprechen. Ganz nebenher macht sie auch optisch einen guten Eindruck auf jedem Zockertisch und macht dich mit einem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis zum Siegertypen, wie man >>hier<<problemlos feststellen kann.



    >>BeQUIET


    Silent Base 801



    Hier ist der Name Programm. Das Silent Base 801 bietet nicht nur Platz für all eure Hardware, die Anzahl an möglichen Lüftern ermöglicht auch eine eine leise Kühlung derselben. Somit wird euer Headset nicht mehr Slebstschutz vor störenden Gehäuselüftern sondern dient nur noch dem punktgeneuen Orten der Gegner. Damit ihr euch von Zeit zu Zeit noch überzeugen könnt, dass die Hardware noch da ist, hat BeQuiet ein Fensterchen in dieses Gehäuse gebaut. Schöner kann man Hardware kaum noch präsentieren. Der Clou dabei: sollte euch Orange nicht zusagen, könnt ihr auch eine andere Farbgebung wählen.



    >>ALPHACOOL


    EISBAER LT 360 CPU - black




    Kalt kann jeder, Cool nur wenige, aber Alphacool, das kann nur Einer. Mit dem Eisbaer präsentiert der Kühlungsspezialist eine modulare Lösung die, neben der reinen AIO-CPU Kühlung, auch noch erweitert werden kann, um andere heißgelaufene Komponenten wie GPU oder Motherboard wieder zurück in die angemessene Klimazone prügelt. Die hier anwesende 360er Variante stellt mit einem riesigen Radiator die optimale Lösung für jede CPU dar, welche von Hitzewallungen geplagt nur noch auf Halblast Throttlet. Ende mit warmer Luft im Gehäuse, absaugen und die Hitze effektiv aus dem Kasten pusten ist das Motto.



    >>NITRO CONCEPTS


    S300 Urban-Camo Gaming-Chair




    Der Nitro Concepts S300 Gaming-Stuhl dreht sich nur um dich. Nitro Concepts schätzt den Wert der Ausdrucksstärke und Gestaltungsfreiheit als wichtigstes Gut. Kaum ein anderes Sitzmöbel ist so sanft zu geplagten Gamer-Hintern. Darum ist der S300 der beste Stuhl, den wir je gebaut haben. Mit dem Urban-Camo-Design bekommst du die individuelle Note für deine Zocker-Höhle.

    Du willst sicher gehen, dass dieses Gestühl bis Weihnachten bei dir ist? Dann kannst du bereits jetzt bei CASEKING zuschlagen.


    >>ROCCAT


    SUORA FX

    mechanical keyboard



    Du stehst auf pure, konzentrierte Leistung? Dann ist das Suora FX eindeutig das mechanische Keyboard Deiner Wahl. Das rahmenlose Design kennzeichnet eine effiziente und geradlinige Tastatur mit Plug-And-Play-Charakter. Dahinter steckt rohe, ungezähmte Power. Robust und kompakt aufgebaut, mit strapazierfähigem Aluminiumgehäuse, bietet dieses Keyboard solide mechanische Tasten mit einer Lebensdauer von über 50 Millionen Tastenanschlägen inklusive einer individuell konfigurierbaren Tastenbeleuchtung mit über 16,8 Millionen Farben und vieles mehr. Raw Power – Unchained.

    Kompakt und völlig rahmenlos, besticht das Suora FX durch sein auf die Kernelemente reduziertes Design.

    Nur qualitativ hochwertige mechanische Tasten im Standard-Layout, montiert auf eine robuste Platte. Dazu gibt es über Doppelbelegung intelligent integrierte Makro-, Media- und Hotkeys sowie eine feststehende Game-Mode-Taste. Das Suora lässt Dich konzentriert agieren und das Spiel mühelos kontrollieren. Intuitiv und blitzschnell finden Deine Finger ihr Ziel.


    >>GIGABYTE


    SSD 120GB

    Deine Games laden derart langsam, dass du im Spiel bist wenn die ersten schon ihre Killstreaks feiern? Dann solltest du darüber nachdenken, Games auf ein schnelleres Speichermedium zu transferieren. Eine perfekte Lösung dazu bieten die neuen SSDs von GIGABYTE. 120GB reichen, um deinen Lieblingsspielen den letzten Kick zu verpassen. Du brauchst noch mehr davon? Dann schau doch einfach mal >>hier<< nach den besten Preisen.


    UD Pro SSD 256GB

    Es gibt an sich nur eine Sache, die besser ist als eine SSD, das ist eine größere SSD. Die UP Pro von GIGABYTE ist aber nicht nur das, durch SDRAM Cache und NAND Technologie erreicht sie auch höhere Schreib- und stabilere Leseraten als normale SSDs. Damit ist diese SSD nicht nur erste Wahl für Gamer, auch Streaming und Videoaufname kommen hier voll auf ihre Kosten. Das auch der Preis stimmt, könnt ihr >>hier<< sehen.


    PCIe M.2 SSD 512GB

    Schnell, schneller, M.2, NVMe... Weg vom Kabel, rauf aufs Brett. Die kompakteste und schönste Variante einer SSD ist wohl die M.2. Keine lästigen Kabel und direkte Anbindung an den SATA oder PCIe Bus. Die GIGABYTE M.2 SSD ist über PCIe x2 angebunden und erreicht so die dreifache Lese- und doppelte Schreibgeschwindigkeit einer SATA SSD und zündet so den Turbo für eueren PC oder Notebook zu einem wirklich nutzerfreundlichen Preis, wie man zweifelsohne >>hier<< sehen kann.


    >>AORUS


    AORUS RGB RAM DDR4 3200MHz 16GB Kit

    16GB RAM sollten inzwischen zur Grundausstattung in jedem Gamer-System gehören, die Geschwindigkeit von 3200MHz ist dabei ein besonderes Highlight. Aber das ist noch nicht alles. Das AORUS RAM Kit kommt mit einer eigenen, über die Fusion-Software konfigurierbaren RGB Beleuchtung und sorgt somit dafür, dass die Elektroden hinter deinem Plexiglas-Fentser im PC noch schneller zur CPU finden, was bis zu 10 Frames mehr bringen kann. Auch blaues Licht ist möglich und was dies macht, brauch ich wohl nicht weiter zu erläutern.

    16GB, 2x8GB und trotzdem 4 Riegel? Ja, es befinden sich 2 weitere Riegel, allerdings Dummies, in der Verpackung. Wozu braucht man so etwas werden sich nun einige Fragen, RAM der nicht als RAM dient? Die Antwort ist ganz einfach, dieses Kit richtet sich an Ästheten, die bisher dazu genötigt waren mehr RAM als notwendig zu kaufen, um alle Bänke auf dem Board zu belegen und so ein gleichmäßiges Beleuchtungsbild zu schaffen. Falls euch dieser RAM gefällt und ihr ihn nicht gewinnen solltet, findet ihr >>hier<< die besten Angebote.


    >>SEASONIC


    FOCUS SGX-650



    Das FOCUS SGX ist das Riese unter den Kleinen. 650W reichen dicke, um auch die aktuellsten Gaming-Maschinen mit genügend Strom zu versorgen. Der Formfaktor dieses Netzteils macht es zum Universal-Genie. So passt es genauso in kleine µATX Gehäuse wie auch in die richtig dicken Big-Tower. Dieses Netzteil verzichtet (glücklicherweise) auf jede RGB-Beleuchtung und ist trotz allem selbst hinter Glas ein Blickfang. 10 Jahre Garantie runden das Rundum-Sorglos-Paket ab. Das Seasonic die Mutter aller guten Netzteile ist, muss hier wohl kaum noch erwähnt werden. Wer also auf der Suche nach einer neuen Mutti ist, darf daher gerne HIER klicken.


    10 Jahre, 10 Geschenke (die nicht wir einheimsen, sondern an Euch weiter geben müssen möchten).

    Ihr müsst dafür eigentlich nicht mehr machen, als euch die Geschenke anzuschauen (werden hier nacheinander vorgestellt) und uns zu gratulieren*. (Ja, wir wünschen Huldigung) Wer einen besonderen Wunsch hat, kann den gerne äußern, wenn er im Gewinner-Pool landet kann ggf. darauf Rücksicht genommen werden.

    Wenn es mehr als 10 Glückwünsche werden (was wir stark hoffen) entscheidet das Los. Bestechungsgelder für die Glücksfee werden von Jack Drake in Empfang genommen und auf dem nächsten Weihnachtsmarkt in Lühhhweih umgetauscht, ohne einen weiteren Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen.
    *Wir nehmen Gratulationen bis zum 10.01.2019 entgegen.


    Die Zeiten, in denen Wasserkühlungen als Spielzeuge von Nerds belächelt wurden, sind größtenteils vorbei. Immer mehr Anwender gehen den Schritt von der günstigen AIO Kühlung hin zum Costom Loop. Dies kann nicht nur (in Idealfall) deutlich besser aussehen, auch die Erweiterung auf Grafikkarte Motherboard und Speicher ist so viel einfacher möglich. Der visuelle Vorteil wird in der Regel durch den finanziellen wieder vernichtet und auch Platz muss vorhanden sein. Belohnt wird man jedoch am Ende bei ausgewogenen Systemen mit deutlich niedrigeren Temperaturen und einem weit geringeren Geräuschpegel.


    Das Herzstück einer solchen Anlage ist die Pumpe. Diese zieht die Flüssigkeit aus dem Wasser- oder Ausgleichbehälter, kurz RGB. Es gibt viele, besser noch verdammt viele Möglichkeiten beides zu kombinieren. Eine Variante präsentiert die Firma Raijintek mit der Antila D5. Was das Besondere daran ist, versuche ich nun herauszufinden.



    Am Anfang war der Karton, klein und unscheinbar. Daher will ich dazu auch wenig Worte verlieren, die Chance diesen irgend wann einmal bei Netto zu finden ist als eher gering einzuschätzen.



    In dem Karton befindet sich die Pumpe mit aufgesetztem AGB und Montageblock. Dieser hat Langlöcher für die Montage im Boden oder an der Rückwand. Dabei sollte man immer versuchen etwas zu "entkoppeln", sprich mit Gummi oder Schaumstoff zu verhindern, das der Halter direkt am Gehäuse anliegt. Gerade bei hohen Drehzahlen übertragen sich sonst die Vibrationen der Pumpe unschön auf das Gehäuse und dieses macht die Geräuschkulisse als Resonanzkörper zu einer echten Zumutung.
    Der Röhrenbehälter kann oben aufgeschraubt werden, was das Befüllen erheblich erleichtert. Dies ist in meinen Augen ein großer Vorteil zum Vorgänger, welcher mittels eines Rohres gespannt war, was dazu führen konnte das man beim Öffnen den Behälter abzieht und die Soße im Gehäuse verteilt.



    Ein Blick auf die Pumpe verdeutlicht Eingeweihten, warum man hier auf den Beinamen D5 zurück greift, die Ähnlichkeit zwischen dieser Pumpe und der Laing D5 ist doch sehr frappierend.



    Aus der Seitenansicht erkennt man den Motor mit Steuerelektronik, sowie das Pumpenelement. Dieses läuft frei im Wasser und beschleunigt es in die gewünschte Richtung. Durch diesen Aufbau kann man sicherstellen, dass selbst bei blockiertem Wasserfluss die Pumpe nicht sofort fest läuft.



    Am Boden findet man dann, auch nicht wirklich überraschend, die Kabelausgänge, sowie eine Vorjustierung für die Drehzahl, wenn man die Pumpe ungesteuert einsetzt.



    Für die Spannungsversorgung zeichnet ein 4-Pol Molex Stecker zuständig, den es an den meisten Netzteilen noch gibt. Bei Aufbauten mit Abnehmbaren Steckern ist es durchaus möglich, dass hierfür ein eigenes Kabel gelegt werden muss, da diese Stecker in der Regel von keiner Hardware mehr genutzt werden.



    Der wirklich interessante Part ist dieses kleine Steckerchen. Durch die Belegung suggeriert er schon einmal, dass die Steuerung der Pumpe via PWM Lüfteranschluss möglich ist. Der Vorteil hierbei liegt klar auf der Hand. Während die meisten AIO Systeme auch die Versorgungsspannung über einen Lüfterport generieren und diesen dabei teilweise an die Grenzen der zumutbaren Auslastung bringen, bekommt diese Pumpe die Spannung direkt vom Netzteil und nur das Drehzahl und das Steuersignal werden mit dem Board verbunden. PWM Stecker sind inzwischen eher die Regel und steuern je mach Impulslänge die Drehzahl von Lüftern oder, wie in diesem Falle, eben auch Pumpen. Damit ist eine sehr feine Ansteuerung möglich und man kann die Software vom Board benutzen, muss also nicht noch weitere Zusatzprogramme installieren.



    Für meinen kurzen Test lasse ich die Pumpe mit dem Hauseigenen CPU-Wasserblock rennen. Weitere Infos dazu gibt es später in einem anderen Test.


    Raijintek gibt die Fördermenge der Pumpe mit 900 l/h an. Dabei handelt es sich natürlich um Idealbedingungen ohne Widerstand durch Kühler oder andere Komponenten. Unter Vollast bei etwas mehr als 4000 Umdrehungen pro Minute bekomme ich in in meinem Aufbau immerhin gute 200 l/h durch das System, allerdings durchaus zu Lasten der Geräuschkulisse. Da die Pumpe gegen den Widerstand des Kühlers "prügelt" hört man sie deutlich kämpen und die Vibrationen sind definitiv auch nciht von schlechten Eltern. Ansehnlich ist dabei der Strudeleffekt im Ausgleichbehälter, der bei einigen Kontenraten wie Aurora definitiv einen schönen Anblick bietet.
    Ich bevorzuge jedoch eher die leisere Variante und reduziere daher die Drehzahl auf etwas mehr als 2500. Damit erreiche ich, dass die Pumpe nur zu hören ist, wenn ich gezielt darauf lausche. Der Wasserdurchsatz liegt immer noch über 100 l/h und damit weit im grünen Bereich.



    Der Strudeleffekt (im Bild bei klarer Flüssigkeit einfach nicht darstellbar) ist weit geringer, aber immer noch vorhanden.


    Alles in Allem weiß die Antila D5 zu gefallen. Der Aufbau ist einfach und die Montage kommt ohne ein vorheriges Studium aus. Der Lautstärkepegel ist durchaus als gut zu bezeichnen und die Förderleistung ist auch durchaus positiv. Damit reiht sich Raijintek mit in die Riege der Hersteller ein, welche einfache aber durchdachte Systeme für den Endanwender zur Verfügung stellen. Ein echter Vorteil ist die PWM Ansteuerung, die diese Pumpe für jeden Anwender, auch ohne zusätzliche Steuergeräte, händlebar macht. Sicher kann man das Paket auch etwas schicker darstellen, muss dann aber auch dementsprechend in die Tasche greifen.


    Mit knapp 120 Euro z.B. bei Caseking -> hier klicken spielt diese Einheit in einer Preisklasse, wo die meisten AIO bereits am Ende sind. Hier fehlt für den selben Effekt dann noch ein Radiator, der CPU Block und die Lüfter. Finanziell macht es also nur Sinn, wenn auch die Grafikkarte mit eingebunden wird, oder man Wert auf verbesserte Kühlung und aufgelöste Bauweise legt. Trotz allem gibt es vom Nerd für dieses nette Stück Hardware eine Empfehlung und den coole Hardware Award.



    Schwarz muss es sein, leuchten muss es, bunt leuchten muss es und blinken muss es - damit sind die wichtigsten Merkmale für ein aktuelles Motherboard auf den Punkt gebracht. Wenn es dann noch die CPU annimmt und für den RAM möglichst große Zahlen auf der Verpackung gedruckt sind, dann kann es nichts besseres geben.


    Und dann kommt NZXT... leuchtet nix, steht nicht viel drauf, blinken will das Ding auch nicht und in meinem Fall ist es nicht mal so richtig schwarz. Kann es dann noch etwas taugen? Das ist der Punkt der mich interessiert und dem ich auf den Grund gehen will. Immerhin liegt der Preis bei stolzen 270 Euro und es reicht dann nicht mal für LEDs?


    Bevor ich mich den inneren Werten dieses Mainboards widme, muss ich es erst einmal freilegen. Da es kaum etwas Schöneres gibt, als jungfräuliche Hardware aus ihrer Verpackung zu reißen, will ich euch daran teilhaben lassen, auch wenn ihr auf das kribbelnde Geräusch verzichten müsst, dass verursacht wird wenn Folie gaaaanz langsam von einem Bauteil abgezogen wird.


    Am Anfang war der Karton...



    Ganz in Weiß... Nein, ich werde jetzt keine Schlagertexte lägst zu Staub verfallener "Megastars" zum Besten geben, ich beziehe mich doch eher auf die kühle und jungfräuliche Ausstrahlung dieser Verpackung. Und wer glaubt dass dieses Baby nur eine schöne Front hat, wird bei der Heckansicht eines Besseren belehrt. Auch hier sind nur die wichtigsten Informationen in nahezu bestechender Schlichtheit untergebracht.



    Nachdem ich mich dann stundenlang alleine an der Umverpackung ergötzt habe, kann ich es nicht länger zurückhalten. Ich muss sehen was darin verborgen ist. Langsam öffne ich den Deckel und erblicke, gleich Schneewittchen in ihrem Glassarg, eine schlafende Schönheit, geschützt durch eine dünne Schicht von PET.



    Vorsichtig hebe ich dieses Schmuckstück aus der pappenen Ummantlung, vorerst um zu begutachten worauf es gebettet wurde. Und siehe da, ein Buch und ganz viel anderes Zubehör sorgte für eine angenehme Liegeposition.



    Da die Ruhestätte nun eh durch meine Hand entweiht wurde, kann ich nun auch alles auseinander reißen und auf dem Tisch ausbreiten. Immerhin will man(n) ja auch den gesamten Umfang der Beute abschätzen können. Was sich nun vor mir auf dem Tisch ausbreitet, kann als Stillleben für jeden Hardware-Fetischisten herhalten.



    Dem geübten Auge wird auffallen, dass die Vorschusslorbeeren in Sachen RGB Blingeldings etwas zu voreilig verteilt wurden, aber dazu später etwas mehr. Widmen wir uns erst einmal dem Wichtigsten, dem Mainboard, welches auf Grund der Präsentation und dem Vorhandensein zweier Schlüsselmerkmale in meinem Kopf auf den Projektnamen Schneewittchen getauft wurde.



    Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hier um ein ATX Board mit den üblichen Ausstattungsmerkmalen. CPU-Sockel 1151 nebst 4 RAM-Bänken, ATX Anschluss, die üblichen Verdächtigen für das Frontpaneel, 1x PCIeX1, 2x PCIeX4 und 2x PCIeX16, wobei bei Letzteren nur einer als regulärer PCIe 3.0x16 angebunden ist, der 2. hat leider nur die Hälfte der Anbindungen abbekommen.
    Wenn wir schon mal bei der Begutachtung dieser Schönheit sind, sollten wir die Gelegenheit nutzen, auch einen Blick unter das Röckchen zu werfen.



    Das Heck ist eher mittelmäßig bestückt. HDMI nebst Displayport zeichnen für die Ausgabe der Grafik, sofern man sich auf die Onboard-Einheit der Coffee Lake CPU stützen will. Das Soundpaket ist mit 6 Anschlüssen für eine analoge 7.1 Ausgabe nebst Mikrofon- und Aux-Eingang gerüstet. Vergoldete Buchsen gehören inzwischen zum Standard der Technik und müssen nur noch am Rande erwähnt werden. Die Betreiber von digitalen Anlagen können sich über einen optischen Ausgang freuen. Mit, immerhin, 9 USB Anschlüssen ist man, zumindest was die Menge anbelangt, sehr gut gerüstet. Allerdings befinden sich darunter satte 5 Ports die noch dem 2er Standard gehorchen und auch die Blaumänner bedienen nur USB 3.1 der ersten Generation, sind damit nur mit 5 GBit/s angebunden. Einen USB 3.1 Typ C mit 10GBit/s oder gar Thunderbolt 3 sucht man jedoch leider vergeblich. Hier scheint man noch ein wenig im Dörnröschenschlaf zu stecken. Ich greife einmal vor und erwähne schon hier, dass sich passende Anschlüsse leider auch an keiner anderen Position des Brettes finden lassen.



    Auch der Blick auf die andere Seite wirkt ernüchternd. Neben dem USB 3 Frontpaneel Stecker finden sich ganze 4 SATA-Ports. Wer bisher noch nicht auf die modernen M.2 Datenträger gewechselt hat, kann hier unter Umständen Probleme beim Verbinden seiner umfangreichen "Filmdatenträger" bekommen.



    Für die M.2 Datenträger sind 2 Ports vorhanden. Aber auch hier ein kleiner Wermutstropfen, es ist leider unmöglich 2 der deutlich günstigeren SATA Datenträger einzusetzen, der oberer Port besteht vehement auf den Einsatz der, zwar theoretisch und im Bench auch deutlich schnelleren, NVMe SSDs, diese schlagen aber ab interessanten Größen auch finanziell deutlich mehr zu Buche. Im alltäglichen Einsatz ist der Unterschied zwischen SATA und NVMe SSD derweil kaum festzustellen, sofern man nicht riesige Dateien öffnet, oder von einer NVMe zur Anderen schaufelt.



    Deutlich besser ist dafür das untere Ende vom Brett ausgestattet. Neben der obligatorischen Dose für die Soundstecker an der Gehäusefront, befinden sich hier weitere drei USB 2.0 Anschlüsse, ein USB 3.0 Anschluss, der Umschalter für das Bios nebst dem Schalter zum Zurücksetzen des Selben für den Fall, dass man sich erheblich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, die Anschlüsse für die Schalter und Leuchtdioden des Frontpaneels sowie ganze vier (in Zahlen 4) Anschlüsse für Lüfter, wobei einer davon der Ansteuerung einer (AIO?) Pumpe vorbehalten ist.
    Das wäre selbst dann schon ein guter Wert, wenn man nicht wüsste, dass oben am Board noch einmal fünf Weitere dazu kommen. Damit verfügt man über insgesamt 6 regelbare Chassis-Lüfteranschlüsse, sowie Einem für die CPU-Kühlung und drei für diverse Lüfter- und/oder Pumpenanschlüsse.
    Das sorgt bei voller Bestückung definitiv für eine ganze Menge frischen Wind im Gehäuse und lässt so manchen Freund von Wasserkühlungen vor Entzücken in die Hände klatschen.
    Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch die beiden Schalter, ein Haupt- und ein Resettaster, nicht vernachlässigen. Diese sind beim ersten Problelauf immer ganz nützlich und werden jeden freuen, der dieses Board auf einem Benchtable montiert.



    Außer den genannten Lüfteranschlüssen befinden sich natürlich noch die 8- und 24-Pin ATX Stecker an Board, sowie zwei LED-Stecker - aber zu denen will ich jetzt noch nichts sagen, das kommt noch.


    Jetzt haben wir lange genug unter das Röckchen geschielt, jetzt machen wir Schneewittchen nackig! Die Verkleidung aus Aluminium ist nur gesteckt und ich möchte sehen, ob sich hinter der Blende gegebenenfalls nur ein Blender verbirgt.



    Die Blenden über den M.2 Ports sind nur mit einer Kunststoffnase verriegelt und lassen sich, wie auch die Verkleidung des Chipsatz-Kühlers mit einem beherzten Griff entfernen. Hierbei fällt allerdings auf, dass die Blenden von innen mit einer Kunststoffklammer versehen sind und keinerlei Verbindung zu den darunter liegenden M.2 Datenträgern herstellen können. Wenn man bedenkt, dass die Verkleidung aus Aluminiumblech ist und einige Hersteller bereits separate Kühler für die M.2 SSDs anbieten, so ist hier definitiv Potential verschenkt worden, vor allem weil NZXT bei Nutzung von NVMe SSDs das Weglassen der Blende nahelegt und dies das runde Design schon ein wenig stört.



    Die Hauptblende ist mit Metallnasen im Mainboard verankert, die ihre Stellung weit weniger gerne aufgeben. Wer hier einfach nur an der Blende reißt wird diese im schlimmsten Fall verbiegen. Daher behutsam Verankerung für Verankerung zusammenpressen und die Verkleidung dabei nach oben abziehen.



    Danach hat man freie Sicht auf einen Großteil des, nun doch einfach nur schwarzen, Mainboards. Aber da wir ja gerade beim Auskleiden sind, machen wir natürlich nicht auf halben Wege Schluss sondern fummeln weiter.



    Die Verkleidung auf den Spannungswandlern erweist sich dabei leider als genauso Funktionell wie die Blenden über den M.2 Ports,



    da diese auf einem Kunststoffrahmen geschraubt ist, welcher dann mit Plastiknasen in den eigentlichen Kühler greift. Da Kunststoff nicht als perfekter Wärmeleiter bekannt ist, geht dieses Rennen definitiv zu Gunsten der Optik, nicht aber der Wärmeableitung aus.



    Was dann zum Vorschein kommt ist tatsächlich, wenn auch verglichen mit vielen anderen Modellen, ein sehr kleiner Kühlkörper. Da mich aber die Spannungsversorgung interessiert, müssen auch er weichen.



    Hier erwartet mich die nächste Überraschung, wobei ich nicht von der etwas an Freestyle anmutenden Ausrichtung der Phasen spreche, sondern von deren Stückzahl. Viele Boards mit Z370 verfügen über 7 oder 9 Phasen, Manche auch mal über 12, aber ganze 15 davon gibt es nicht allzu häufig. Da diese Bausteinchen für die Spannungsversorgung der CPU sorgen und gerade unter erhöhter Last, Stichpunkt Overclocking, gerne mal, durchaus nennenswerte Wärme erzeugen, darf man hier davon ausgehen, dass diese ordentlich auf die Phasen verteilt wird, was im Nachhinein auch den recht kleinen Kühler erklärt.



    Das UEFI Bios findet auf einem Chip von American Megatrends Platz und setzt damit auf den Marktführer, in diesem Punkt also keine Experimente,



    ebenso wenig wie beim Soundchip, wo auf den aktuellen Realtek® ALC1220 gesetzt wird, im Onboard-Sound definitiv keine schlechte Wahl.



    Da war doch noch Etwas, ach ja, das Licht... Ganz ohne RGB geht natürlich auch hier nichts. Allerdings hat man sich bei NZXT darauf beschränkt, 2 RGB-Anschlüsse auf das Board zu löten, und, je nach Lieferumfang, die entsprechenden Beleuchtungsmittel einfach beizulegen. Somit ist zwar nicht das Board selbst beleuchtet, aber wer es absolut nicht missen möchte, kann somit buntes Licht in die Hütte zaubern um so die letzten Frames aus seinem Buildt zu kitzeln.



    Wer allerdings, was prinzipiell ja möglich wäre, die Beleuchtung um weitere LED-Effekte erweitern möchte, sollte definitiv auf die Spezifikation seiner Teile achten. Während die meisten Hersteller von z.B. Wasserkühlern etc. auf die 12V Versorgung setzen, stehen an den Anschlüssen am NZXT Board nur 5V zur Verfügung.



    Das Bios an sich würde ich an dieser Stelle als eher "aufgeräumt" bezeichnen. Während sich andere Hersteller schon in der Startmaske des UEFI grafisch überschlagen und diverse OC-Tools anbieten, hält man sich hier mehr als gepflegt zurück.



    weit mehr Einstellungen bietet der erweiterte Modus, allerdings sollte man schon grob wissen was man hier tut, eine Anleitung zum Bios selbst bekommt man weder in Papierform noch in der digitalen Version. Allerdings ist es, mit einem kleinen Maß an Grundwissen, nicht an Einstellungen überversorgt und daher auch bedienbar.



    Ein Punkt hat mir durchaus zu schaffen gemacht. NZXT bietet im Bios zwar die Möglichkeit an, die Core-Spannung für die CPU zu ändern, bzw. auch nur Offset Werte vorzugeben, jedoch werden diese später im Betrieb eiskalt ignoriert. Nach einem, mir nicht ganz aufgegangenem Algorithmus, ballert das System , je nach OC-Stufe, weit über 1.3V in Richtung CPU, welche selbst bei 1.2V auch auf 5GHz getaktet stabil vor sich hin Primelt. Das Bringt die CPU zwar nicht um, sorgt aber für unnötige Wärmeentwicklung. Diese kann ich an der geköpften CPU zwar abfangen, aber die Spannungswandler werden dann doch etwas wärmer und rauschen so bei Prime95 über das Hitzetarget und starten ein sanftes Thermal Throttling. Gut, die Last unter Prime ist in keinster Weise Praxisrelevant, aber trotz allem muss dieser Punkt nicht sein.



    Laut Information vom Hersteller wird bereits an einer neuen Bios-Version gearbeitet, Abhilfe ist also bereits in Sicht.



    Bis dahin kann man sich mit der boardeigenen Software Namens CAM ( hier klicken ) behelfen, oder man nutzt Intel XTU. Die CAM-Software ist an sich ein schön gegliedertes und vor allem leicht verständliches Tool, um viele relevante Einstellungen vorzunehmen und Daten zu überwachen.






    Fazit



    Mit dem N7 bringt NZXT ein schönes Board auf den Markt, welches sicher bei manch einem Modder Begehrlichkeiten erregen wird. Dafür spricht in erster Linie das Aussehen, welches durch konfigurierbare Blenden angepasst werden kann. Die Hauptfarbe kann wahlweise in Schwarz oder Weiß geliefert werden, die Abdeckungen der Kühler stehen in weiteren Farben zur Verfügung (siehe auch hier). Aus technischer Sicht besteht allerdings noch Luft nach oben, gerade in dem avisierten Preissegment sind deutlich besser ausgestattete Platinen zu finden. Das NZXT ist ein solides und stabiles Board, welches auf unnötigen Schnickschnack verzichtet. Das Hauptaugenmerk ist hier definitiv in Sachen Optik gewandert, ohne dabei auf den Einsatz der allgegenwärtigen RGB-LED Beleuchtungen zurückzugreifen. Wer sich also einen Rechner mit Seitenfenster zulegen will, ohne sich dabei beim Begutachten massiv die Augen zu verblitzen, sollte definitiv einen Blick auf diese Platine werfen. In Sachen klassischer Schönheit und trotz allem hoher Individualität macht ihr derzeit kaum ein anderes Board etwas vor.


    Zu Gefallen weiß vor allem die potente Stromversorgung, welche allerdings durch die, den optischen Vorzügen geopferte Kühlung, nicht ihr volles Potential ausschöpfen kann.


    Pro:

    • unaufdringlicher Look
    • edles look & feel
    • anpassbares Design
    • adaptive Gestaltung
    • umfangreiche Anschlussmöglichkeiten
    • potente Spannungsversorgung
    • umfangreiche Lüfterregelung
    • übersichtliche Software
    • externe RGB-Stripes

    Contra:

    • Spannungseinstellungen im Bios
    • kein USB 3.1 Typ C
    • kein Thunderbolt 3
    • RGB-Versorgung nur 5V
    • verschenktes Kühlungs-Potential
    • Bedienanleitung ohne Software-Teil

    Wer dieses Board erwerben will, kann es unter anderem bei Caseking bekommen: HIER lang

    Was mich noch interessieren würde, wie die AiO mit NB-eLoops die Temperaturen aufs Brett schmettert.

    die haben einen etwas höheren statischen Druck, aber im unteren Drehzahlbereich bringt das nicht so wahnsinnig viel, da wird wahrscheinlich die Schere erst im hohem Drehzahlbereich auseinander gehen und dann wahrscheinlich zu Gunsten der NBs,
    aber der Test hier ging primär um das blinkende Kit ;)
    Wenn ich noch ein bissel Zeit finde spann ich die mal drauf um zu schauen.


    Geköpfte CPU wäre auch noch toll.

    Damit ziehst du die Temps nur weiter nach unten. Da geköpfte CPUs aber eher die Seltenheit sind hab ich als Referenz eine Stock genommen.

    Obwohl ich zugeben muss, absolut null Plan von WaKü zu haben. Wie funktioniert das alles?

    ich gönne mir hier mal den Luxus aus dem Triton Text zu zitieren:


    Zitat von Papa im Klugscheisser-Modus

    Im allgemeinen sagt man einer Wasserkühlung ein weit besseres Kühlvermögen als einem Towerkühler nach, dies ist aber nicht zwingend der Fall. An sich funktionieren beide Systeme nach dem selben Prinzip: Wärme wird an der Kontaktfläche zur CPU abgenommen und dann zu einem Wärmetauscher weitergeleitet und dieser gibt, in Form von Kühlrippen, dann die Temperatur an die Luft ab. Je größer der Wärmetauscher umso höher die Chance in möglichst geringer Zeit viel thermische Energie an die Umgebungsluft weiter zu leiten.


    Ein Towerkühler kann unter Umständen dieselbe Kühlfläche wie die Radiatoren von WaKüs besitzen, ist dann aber in dem Vorteil dass man mit Heatpipes die besseren Zulieferanten besitzt. Die WaKü muss sich in der Regel mit Wasser herumschlagen, einem Medium dem nicht unbedingt die beste Wärmeleitfähigkeit nachgesagt wird. Der Vorteil des besseren Leitmediums wird jedoch dadurch zunichte gemacht dass der Tower räumlich gebunden ist. Er wird immer in unmittelbarer Nähe zur CPU zu finden sein, welche sich im Normalfall in einem geschlossenen Gehäuse abrackert. Damit ist das Hauptproblem eines großen Kühlers an sich die Zufuhr von kalter Luft und der effektiven Abfuhr der erwärmten. Bei einem geschlossenen System rührt daher ein solcher Kühler eine ganze Zeit im eigenen Saft und erwärmt die Luft mehrfach, bis diese dann endlich aus dem Gehäuse gesaugt wird. An dieser Stelle kommt der Vorteil einer Wasserkühlung ins Spiel. Die Radiatoren (Wärmetauscher) sitzen im Regelfall an der Gehäuseaußenwand und werden entweder mit Frischluft von Außen oder nur einmal mit vorgewärmter Luft von Innen überstrichen. Egal wie rum, nachdem die Luft den Radiator passiert hat kommt diese nicht mehr direkt in seinen Bereich. Durch den daraus resultierenden Unterschied in der zur Kühlung genutzten Lufttemperatur kann die Wasserkühlung mit geringerer Radiatorfläche dasselbe erreichen wie ein größer dimensionierter Kühler. Bei einem offenen System wie z.B. einem Benchtable würde der direkte Vergleich bei gleicher Lamellenfläche eher zu Gunsten des Towers ausgehen.


    Wie sieht es den mit einer hauseigener software aus?

    die Orcus ist nicht via USB verbunden. Inzwischen bieten die meisten Boards eine weit umfangreichere Steuerungssoftware für Lüfter und Sensoren an, als es ein Zulieferer tut. Gerade bei einer AIO sehe ich nur bedingt die Notwendigkeit, auch wenn ich zugeben muss das Corsair Link nicht schlecht gemacht ist. Ich kenne zwar nur die Lüftersteuerungen von MSI und GIGABYTE etwas besser, aber die beinhalten so ziemlich alles, was man heute von einer solchen Steuerung verlangt. Lüftersteuerungen im CD-Einschubfach haben, außer evtl. die AQUAERO für voll ausgebaute Custom Loops, inzwischen kaum noch eine Daseinsberechtigung, es sei denn man hat den Slot frei und will den optisch etwas aufwerten.


    Was ist das? Das ist buntes Licht! Was macht das? Es leuchtet bunt! So oder so ähnlich muss man wohl den momentanen Trend beim Gaming Equipment benennen. Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass eine RGB Beleuchtung mindestens 10 Frames mehr bringt, lässt sich dieses wissenschaftlich bisher leider nicht bestätigen.


    Vor gut 3 Jahren haben wir mit der Triton die erste AIO WaKü von Raijintek vorgestellt, die durch gute Leistung und mögliche Erweiterung glänzte. Wie im Test (der ist hier) zu lesen ist, waren die Kühlwerte in dem Budgetbereich einzigartig, die farbliche Anpassung könnte via Farbzugabe vorgenommen werden, aber die Lüfter waren nicht unbedingt Leisetreter. Aus diesem Grunde ist die ORCUS weniger ein Nachfolger, da das Konzept doch erheblich verändert wurde. Mehr dazu erfährt der geneigte Leser in den folgenden Zeilen, welche ich für Jene, die nicht so gerne lesen, mit ausreichend Bildmaterial anreichere.


    Wer etwas mehr über die technischen Daten oder Informationen des Herstellers erfahren möchte, folgt einfach diesem LINK


    Unboxing/Montage:



    Produktbild, Produktbezeichnung, Markenlogo. Die Verpackung ist wenig spektakulär, enthält aber alle visuellen Reize die den geneigten Käufer ansprechen. Der Verweis auf mögliches Bling-Bling befindet sich auf der Rückseite. Sicher wäre es, bezüglich der derzeitigen Trends, cleverer auch auf der Front darauf hinzuweisen, aber klassisch schöner ist definitiv die gewählte Ansicht.



    Das Innenleben der Verpackung glänzt dafür mit dem Charme eines Eierkartons. Hier siegt Funktionalität vor optischen Ergüssen. Auf jeden Fall wird hier auf überflüssiges Material verzichtet, was wir bei anderen Produkten schon gegenteilig gesehen haben. Alle Teile sind gut fixiert, um eventuellen Transportschäden vorzubeugen und dem grünen Gewissen wird mit kompostierbaren Verpackungsanteilen auch noch Genüge getragen.



    Das Grüne Gewissen schreit dann allerdings vor Verzweiflung, packt man den Inhalt des "Eierkartons" auf den Tisch. Hier ist alles nochmals in Kunststoff verpackt und bringt damit den altbekannten Ü-Ei Effekt, die schönen Sachen verstecken sich hinter Unmengen an Verpackungsmüll. Da wir hier aber nicht auf ökologische Verträglichkeit testen werden alle Teile aus den Folien extrahiert und erneut ausgebreitet.



    Nachdem alles schön Übersichtlich ausgebreitet da liegt, können wir uns einige Komponenten mal etwas detaillierter Ansehen, bevor es in den wirklichen Einsatz geht.




    Der Kühlerblock ist von den Maßen so gehalten, dass man an sich eine darin verborgene Pumpe vermuten sollte. Das dies nicht der Fall ist, sehen wir dann auf den nächsten Bildern. Statt der Pumpe nimmt in diesem Falle eine Flussanzeige den Platz ein, welche optisch darüber aufklärt, ob Flüssigkeiten in Bewegung setzt wurden, oder eben auch nicht. Das Kabel ist in diesem Falle dann auch nicht für die Pumpe, sondern dient der Beleuchtung.
    Das Raijintek Logo auf dem Schauglas lässt sich leider nicht drehen, dadurch werden Ästheten und Perfektionisten dazu genötigt den Kühler in einer Baulage zu monieren, welche das Befüllen im eingebauten Zustand nahezu unmöglich macht. Dies kann Segen und Fluch zugleich sein. So verhindert man im Idealfall dass Flüssigkeiten über die Elektronik laufen, muss im Gegenzug aber dafür sorgen, dass beim Nachfüllen (sofern notwendig) der Kühler die höchste Stelle des Systems ist um die Luft zuverlässig außen vor zu lassen.



    Der Kühler selbst ist aus vernickeltem Kupfer und direkt in den Body des Halters eingelassen. Die Oberfläche weist geringe Frässpuren auf und die Schraubenköpfe sind versenkt. Unter der obligatorisch aufgebrachten Schutzfolie (welche man bitte vor Montage entfernen sollte) befinden sich keine Kratzer oder ähnliches.



    Die Pumpe ist bei der ORCUS nun, wie bereits oben erwähnt, ausgelagert worden und werkelt nun in der Zuleitung zum Radiator. Die kleine Bauweise sorgt dafür dass dies nicht zu negativ auffällt und im Gegenzug sollten die positiven Vorteile, wie z.B. eine Entkopplung der Pumpe von der Restlichen Hardware und dadurch erheblich minimierte Geräuschübertragung und Vibrationen, überwiegen. Wer schon einmal eine WaKü, egal ob AIO oder Custom Loop in Betrieb hat dürfte diese Punkte zu schätzen wissen.



    Der Radiator hat im Vergleich zur Triton etwas die Form geändert, bietet 2 120mm Lüftern Platz und benötigt für den Einbau ca 55mm bis zur nächsten sperrigen Komponente. Der Radiator besteht aber immer noch aus Aluminium. Ein Radiator aus Kupfer kann sicherlich besser die Wärme ableiten, ist im Gegenzug dazu aber deutlich teurer. Der Spagat ist hier zwischen Kosten und Nutzen zu wählen, allerdings sind die Werte im Test gut genug und Nutzer einer AIO haben selten den Anspruch auch das letzte Grad aus der Kühlung zu quetschen. Auf jeden Fall sollte hier, da der Kühlkörper selbst aus Kupfer gefertigt ist, nicht auf den Einsatz von Zusätzen in der Kühlflüssigkeit verzichtet werden. Dies ist aber eine eher theoretische Feststellung, da die vorgefüllte Flüssigkeit in der Regel kaum verschwindet und für solche Fälle auch 100ml Fertigmix beigelegt sind.



    Die Schraube am Radiator dient wahrscheinlich zur besseren Entlüftung, sollte man die Kühlung doch einmal entleeren und neu füllen wollen. Das könnte durchaus einiges an Zeit ersparen, da man sonst durchaus Tage wartet bis das System weitestgehend entlüftet ist und während dessen immer mal wieder am Ausgleichsbehälter, in diesem Fall dem Kühlkörper, nachfüllen muss.



    Da Lüfter wie auch Pumpe über einen eigenen RGB-Anschluß verfügen, welcher wahlweise manuell oder über das Motherboard angesteuert werden kann, wird eine Verteilerbox mitgeliefert, in der bis zu 8 RGB-beleuchtete Geräte angeschlossen und zusammen geführt werden können. Von dort kann man dann entweder eine zentrierte Zuleitung auf das Board legen, oder die Einstellungen mit der mitgelieferten Fernbedienung vornehmen.



    Über die Fernbedienung lassen sich Farben und Lichteffekte einzeln ansteuern, so dass man zwischen dem klassischen weiß, rot oder besser noch aus bis hin zu wildesten Epilepsie erregenden Blinkereien. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Die Knopfzelle für die Fernbedienung ist, wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen beim Transport, nicht im Lieferumfang enthalten, so dass man in Vorbereitung schon mal eine CR2025 bereithalten sollte.



    Für die Montage des Kühlers liegt ein Satz Beschläge bei, der aus Backplate, Montagerahmen, Abstandshaltern und Schrauben besteht. Die Backplate besteht aus Stahl und ist mit einem Schaumstoff belegt, welcher Kurzschlüsse verhindern soll. Ob diese Lösung auf Dauer hält wird sich zeigen. Da die Backplate in diesem Fall nur wenig mit dem Anpressdruck zu tun hat, sondern eher zum Arretieren der Schrauben dient, würde ich eine Variante aus Kunststoff, wie bei den Luftkühlern Ereboss oder Tisis vorziehen. Aus altem Test: KLICK



    Der Montagerahmen auf der Oberseite ermöglicht es, den Kühler in 4 Richtungen aufzusetzen. So besteht die Möglichkeit die optimale Position für die Verlegung der Schläuche zu finden. Wie bereits weiter oben erwähnt, kann das Logo auf dem Kühlblock allerdings nicht der Richtung angepasst werden.



    Der Kühlblock wird letztendlich mit 2 Schrauben fixiert und leicht unter Spannung gesetzt, um den richtigen Anpressdruck zu erreichen. Wie schon bei der Triton ist auch bei der Orcus ein bissel Feingefühl gefragt.


    Praxistest


    Kommen wir nun zum Interessanten Teil. Was kann diese AIO Kühlung außer buntem Licht?


    Um dies heraus zu bekommen habe ich die Kühlung bei verschiedenen Lüfterdrehzahlen laufen lassen und in 2 Szenarios versetzt. ersteres ist eine simulierte Spiellast über knapp 30 Minuten, die zweite Testdisziplin ist eine Dauerlast über 30 Minuten Prime. Die Pumpe durfte durchweg auf voller Drehzahl laufen, wie erwartet hat die neue Anordnung positive Auswirkungen auf die Lautstärke. Nur wenn man gaaanz nah ran geht und weiß wonach man sucht ist ein leises Geräusch zu vernehmen. Hier ist definitiv schon mal alles richtig gemacht!


    Das Testsystem:



    • Intel Core i7 8700K Standardtakt, 1.2V
    • GIGABYTE Z370 AORUS Gaming 3
    • Patriot Viper DDR4 2400 2x8GB Kit
    • Crucial M.2 MX300 525GB
    • Seasonic Prime 650 Titanium

    Und für die Leuchteffekte habe ich dann noch das GIGABYTE Z370 AORUS Ultra Gaming ausgepackt.


    Da bei einer Wasserkühlung, anders als beim Lüftkühler, die Reaktion auf thermische Änderungen zeitverzögert stattfindet, macht es wenig Sinn die Regelung der Lüfter über die CPU-Temperatur vorzunehmen. Eine sinnvolle Einstellung kann eine feste Drehzahl mit einer Erhöhung ab einem Schwellenwert sein. Ich habe mich für 5 verschiedene Festdrehzahlen entschieden und fahre die Tests mit 800, 1000, 1250, 1500 sowie voller Drehzahl von 1900. Das Ergebnis sah dann wie folgt aus:



    Die Ergebnisse unter Gaming Last liegen in allen Bereichen sehr nah bei einander, und auch unter Prime differiert das Ergebnis zwischen höchster und niedrigster Drehzahl um nur 4° Celsius. Die Lüfter laufen über den ganzen Drehzahlbereich erstaunlich ruhig, allerdings ist ab 1250 Umdrehungen/Minute das rauschen der Luft verstärkt zu vernehmen, was sich bei 1900 rpm kaum noch ruhigen Gewissens ignorieren lässt. Da kaum Dauerlasten wie Prime zu erwarten sind, würde ich die Einstellung mit 1000 rpm bevorzugen und so das beste Mittelmaß zwischen Kühlung und Lautstärke wählen.


    Die Testdaten sind in einem offenen Aufbau (Benchtable) entstanden und werden sich sicher bei der Nutzung in einem geschlossenen Gehäuse ändern.


    Bevor ich dann zum Abschluß komme gibt es noch ein paar Bilder von der Beleuchtung. Ich bitte schon vorab um Verzeihung für die etwas grenzwertige Qualität der Bilder.



    FAZIT:


    unterm Strich hat Raijintek mit der Orcus eine wirklich gute AIO-Wasserkühlung abgeliefert. Die Testwerte wie auch die Lautstärke wissen zu gefallen und Fans von Case-Beleuchtungen werden an dieser Lösung sicher ihre Freude haben. Die entkoppelte Anbringung der Pumpe bringt weitere Vorteile und die Kühlungswerte sind definitiv vorzeigbar. Hardcore-Overclocker werden mit der ORCUS wahrscheinlich an ihre Grenzen stoßen, zählen an dieser Stelle aber auch nicht unbedingt zum Zielklientel für diese Wasserkühlung. Daher kann ich an dieser Stelle nur eine klare Empfehlung aussprechen.



    Vielen Dank an dieser Stelle auch an RAIJINTEK für die Stellung des Testsamples, welches wir anschließend auch verlosen dürfen.



    Wer an dieser Kühlung interessiert ist, kann diese auch ab einem Preis von € 85 bei Caseking erstehen. bei Interesse folgt einfach diesem LINK


    VERLOSUNG


    Wer nun bis hier hin gelesen hat darf nun auch am Gewinnspiel teilnehmen.
    Schreibt mir in die Kommentare wie euch dieser Test gefallen hat, warum ihr diese AIO Kühlung unbedingt haben müsst (Nachrichten über Geburtstage oder verstorbene Haustiere werden zur Kenntnis genommen und trotzdem ignoriert) oder was euch noch so einfällt und platziert den Namen dieses Produktes in der Überschrift. Beiträge ohne Überschrift nehme ich wohlwollend zu Kenntnis und verspreche diese zu lesen, ignoriere sie aber bei der Verlosung.
    Die Verlosung endet am Sonntag, dem 04. März 2018 und erfolgt willkürlich, zufällig und unter Ausschluss des Rechtsweges.