Beiträge von Helios

    Trump ist jetzt seit über einem Jahr im Amt und was mich massiv stört, ist die Infantilisierung seiner Person durch den politischen Gegner. Damit spielen vor allem die US-Medien den Republikanern viel zu sehr in die Karten, die im vergangenen Jahr ihre neoliberale Politik still und heimlich durchgeboxt haben, während sich das Internet über Trumps Friseur oder "covfefe" amüsierte.
    Obamacare wurde abgeschwächt, die Steuerreform nutzt vor allem (oh Wunder) denjenigen, die sie initiiert haben und die Arbeitnehmer am ganz unteren Ende der Kette werden rechtlich geschwächt. Richterposten wurden auf Lebenszeit mit ultrareaktionären Karrierebübchen besetzt usw.
    Das hat man zwar mitbekommen, aber die Berichterstattung geht mir viel zu sehr in Richtung Voyeurismus, das sind teilweise die selben Methoden, wie sie bei RTL gerne kritisiert werden. Die Republikaner lachen sich ins Fäustchen, dass das alles wie geschmiert funktioniert. Alles auf niedrigstem Boulevardniveau, Trump wird als Trottel hingestellt, dusselig und mit seiner Frau läuft auch nichts mehr. Tja. Wen interessieren da noch die oben genannten Reformen, wenn Politik wie Entertainment konsumiert wird?
    Im Zweifelsfall gibt es morgen wieder einen lustigen Aufregertweet.


    Jetzt wieder die Diskussion über Waffen. Wie immer eigentlich, nur mit dem Unterschied, dass sich jetzt was ändern wird. Also MUSS. Ganz bestimmt, bald.


    Ändern wird sich nichts, niemand beißt gerne die Hand, die einen füttert. In einem Wahlsystem, das so kaputt ist, dass Milliadäre wie die Koch Brüder Milliarden investieren, um ihre ultralibertären Vorstellungen durchzuboxen oder die Waffenlobby genausoviel reinpumpt, wird es keine nennenswerten Änderungen geben und schon gar keine, von denen jemand unterhalb der oberen 10 000 profitieren würde.


    Der amerikanische Traum ist tot und was davon übriggeblieben ist, würde ich höchstens noch als Perversion eines ehemaligen "Ideals" bezeichen.
    Es wäre an der Zeit, sich zu überlegen, ob man in einem System leben möchte, in dem Leute sich aus finanziellen Gründen entscheiden müssen (schönes Oxymoron), sich nicht krankenversichern zu lassen. In dem die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. In dem Millionen von Kindern von Anfang an keine Chance haben, jemals eine Universität von innen zu sehen, weil ihre Eltern nicht gut genug verdienen oder sie die falsche Hautfarbe haben. In dem immer mehr Menschen Suizid begehen, weil sie sich hoch evrschuldet haben, um z.B ihre Medikamente zu bezahlen oder um ihren Kindern das College zu finanzieren, damit sie nmal in menschenwürdigeren Zuständen alt werden "dürfen"
    Statt dessen klammert sich immer noch der Großteil an die Idee des exceptionalisms, an diese von Kindheit an indoktriniert Idee der Außergewöhnlichkeit des eigenen Landes under Menschen darin. Der Idee der Unantastbarkeit des eigenen wirtschaftlichen Systems.
    Und wenn das Infragestellen des Systemsnicht in Frage kommt, kommen so absurde Theorien, wie die von Ollum hier weiterverbreitete heraus, dass natürlich die einzige Lösung eines Gewaltproblems die der Erhöhung des Gewaltpotenzials ist. Dass du, Ollum, hier dann aber allen Ernstes behauptest, das Wettrüsten sei ein gelungenes Beispiel dafür, ist so absurd, dass es witzig wäre, wenn das Thema nicht so ernst wäre. Aber millionen getötete in Vietnam, Afghanistan und Korea als "kleinere Kriegsschauplätze zu bezeichnen ist selbst für dich ziemlcih erbärmlich.


    In diesem Sinne

    Ja. Oder denkst Du tatsächlich, die Statisten links und rechts von ihr hätten wirklich was zu melden gehabt? Einige, leider viel zu Viele, haben immer noch nicht bemerkt, wer und wie Angie in Wahrheit ist. Sie hat ihr Handwerk von Grund auf in der SED gelernt, ist die absolute Diktatorin, statt Chefin einer Demokratie.Wie man an den Koalitions"verhandlungen" sehen kann, links und rechts von ihr hat Keiner was zu melden. Es ist ebenso einfach wie falsch, jetzt der FDP das Scheitern der Verhandlungen zuzuschreiben.


    Du denkst doch nicht wirklich, dass die Merkel irgendwas zu melden hätte??? Die kriegt ihre Instruktionen direkt von ((( Soros ))).

    @Kakashi211


    Edit: zum Thema deutsche Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Man könnte es auch so oder umgekehrt formulieren, dass nicht alle deutsche Soldaten automatisch Verbrecher waren, nur weil diese ebenso von einem Verbrecher-System missbraucht worden sind...
    Bezieht man sich nur auf den Ersten Weltkrieg, kann man eigentlich auch auf deutsche Soldaten stolz sein (ohne radikales Denken). Gerade weil man sich gegen einen an Material und Menschen deutlich überlegenen Gegner nur durch Taktik, Einstellung und Ausbildung mehr als gut geschlagen hat. Im übrigen kann man heute davon ausgehen, dass die alleinige Kriegsschuld damals (Erster Weltkrieg) eben nicht bei Deutschland lag. Gerade aber durch die Alleinschuld (gerade die Franzosen beharrten darauf) wurde erst der Grundstein für alles andere (Hitler, Zweiter Weltkrieg) gelegt. Dementsprechend sollte man gerade die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs schon etwas anders betrachten und beurteilen...

    Das verstehe, wer will. Von einer Erbschuld zu sprechen, sei das Allerletzte, wir müssten endlich einsehen, dass wir nichts mit den Verbechen von vor x-Jahren zu tun hätten und endlich wieder gesunden *Bullshit*ismus zulassen (Konservatismus, Nationalismus, blabla) ohne dass jemand gleich "Hitler" schreit.


    Dann aber auf jeden Fall stolz sein, auf deutsche Soldaten im 1WW, weil Deutschland nicht alleine der Aggressor war (und komplett pazifistisch eingestellt und zum Krieg gezwungen !!!!! Muss man wissen!!1111). Dann hat man wieder jede Menge gemeinsam mit dem edlen Vorfahr (Deutsch!)


    Dann ist am Ende der Franzmann(natürlich auch nur durch völlig unbegründete Paranoia seinerseits, so wie du es hinstellst) schuld an Hitler und nicht das Deutsche Volk welches ihn zu Hunderttausend euphorisch empfangen hat.


    Ernsthaft: Die Gründe für den Ausbruch des ersten WW beschäftigen nichts umsonst bis heute verschiedenste Historiker. Von einer Alleinschuld Deutschlands zu sprechen, wird der Sache nicht gerecht. Genauso wenig sollte man aber den grassierenden Militarismus und das Minderwertigkeitsgefühl in DR außer Acht lassen. Allen PArteien außer DE die Schuld zuzuschieben, ist noch falscher


    Auch die Gründe für den rasanten Aufstieg Hitlers sind vielfältig und auch wirtschaftlicher Natur und in den Bedingungen des VV zu finden. Der Versailler Vertrag wurde aber, soweit ich weiß, von den meisten Parteien abgelehnt ( @Hoellenhaut kann da sicher Klarheit reinbringen).


    Für mich gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen einer differenzierten Betrachtung historischer Ereignisse mit dem Ziel des Erkenntnisgewinns und exkulpierendem Revisionismus, wie er meist von rechtsaußen kommt.


    Und ein Beitrag, in dem davon gefaselt wird, wieder stolz auf Soldaten im 1WW sein zu können, zählt für mich zu zweiterem :)

    So nebenbei: sind AfD-Wähler nun Rechtsradikale oder nur Protestwähler? Oder beides?
    Wären sie wirklich so rechts wie oft behauptet, dann hätte ja wohl NPD den grössten Sieg aller Zeiten eingefahren.
    Ich denke, irgendwie steht die AfD für ein "gesundes Rechts", welches in Deutschland systematisch geschlachtet wurde. Von Rechts zu Nazis ist kein schmaler Grat, sondern ein richtig tiefer und breiter Graben.


    Das ist für mich ein Scheinargument. Warum hat die NPD denn seit ein paar Jahren so an Relevanz verloren und bei der BTW ein so schlechtes Ergebnis erzielt, dass sie sogar aus der Parteienfinanzierung geflogen ist? Die ganzen Wähler sind zur AfD gerannt und dies hat ganz sicher was mit inhaltlicher Nähe zu tun. Wenn das für dich gesundes Rechts ist, haben wir unterschiedliche Definitionen des Begriffes :)


    Des Weiteren geht für mich aus deinem Post hervor, dass du die NPD für rechtsradikal hältst (korrigiere mich, falls ich das falsch interpretiert habe). Wie erklärst du dir dann u.a die identische Rhetorik auf Wahlplakaten, wenn die AfD nichts mit diesem Spektrum zu tun hat?


    Natürlich hat die AfD logischerweise nicht 13 Prozent aller Wähler von der NPD geklaut. Ich würde auf deine Frage mit dem Begriff "Kognitive Dissonanz" antworten. Ein Großteil der AfD-Wähler wird sich nicht als "Nazi", "Rechtsradikal" oder sogar "nationalkonservativ" sehen, obwohl die politischen Ansichten bei zumindest einem Teil als so zu bezeichnen sind.
    Die NPD steht aber gesellschaftlich für genau das, sie zu wählen wird von allen Schichten tabuisiert, keine andere Partei hat so ein universelles Nazi-Stigma wie die NPD.
    Die AfD zu wählen ist akzeptierter, eigentlich schon in ( bei alldem Geweine, dass man nichts mehr sagen dürfe, wird die Partei, die genau das sagt, wofür man angeblich sofort in den Gesinnungsknast kommt, drittstärkste Kraft) und erlaubt ein reines Gewissen.


    Glaube ich, dass alle AfD Wähler überzeugte Nazis sind, die Hitler geil finden? Nö! Ein Teil besteht sicherlich auch aus absoluten Spießern, die in ihrem Leben auf dem Dorf drei Ausländer gesehen haben und sich durch medialen Konsum gezielt in was reingesteigert haben (Ich bestreite nicht, dass es Probleme bei der Flüchtlingspolitik gibt).
    Wie erklärst du dir konkret, dass die AfD dort am stärksten ist, wo die wenigsten Ausländer leben?
    Das spricht mMn. eher für ein gezielt manipuliertes subjektives Sicherheitsempfinden als für eine reale Bedrohung.


    Ist der oft zitierte verunsicherte Bürger jetzt ein armer Spielball, so wie du es u.a in diesem Thread hinstellst?


    Nein, denn er entscheidet sich ja bewusst ( wie ich weiter oben schon schrieb), seine Stimme einer Partei zu geben, die Neo-Nazis, Antisemiten und anderes Gesocks vom ganz ganz rechten Rand beheimatet, bzw die ihm sogar mit Vorliebe einen aussichtsreichen Listenplatz gibt. In diesem Moment spielt die Intention keine Rolle mehr, der Zweck heiligt nicht die Mittel :)
    . Dau bin ich strikt dagegen Wähler so zu infantilisieren, die ja mit der AfD eine Partei wählen, die sich für mehr politische Mitbestimmung der Bürger einsetzt.


    Man könnte meinen, du hältst AfD-Wähler für dumm, so wenig, wie du ihnen zutraust und sie nur als Spielball darstellst :D

    Die Opferrolle haben sie ja jetzt schon inne. Ging ja schon los, seit es die AfD gibt und mündete in einen absolut undemokratischen Wahlkampf von Seiten der anderen Parteien, kräftig unterstützt von einzelnen Moderatoren und sogar von kompletten Sendern und Verlagen.Unsere Etablierten sind Schuld am Abschneiden der AfD. Es ist nicht zielführend, sich hinzustellen und zu immer wieder zu sagen:" Schaut mal Alle hin, wie schlecht die sind." Man muss sagen:" Schaut mal wie gut wir sind." Und das dann natürlich auch glaubwürdig rüberbringen. Das haben sie mit Abstand nicht getan. Die sollten froh sein, dass nicht alle Protestler AfD gewählt haben, sondern ihre Wut durch ein Kreuz bei FDP oder Grün ausgelassen haben. Oder erst gar nicht gewählt haben. Sonst sähe es noch viel viel dramatischer aus.


    Man kann es sich aber auch einfach machen. Das Establishment ist schuld am Erstarken einer rassistischen Partei, weil es selbst nicht rechts genug für die Zufriedenstellung der Wähler war? Der arme Wähler wird also gezwungen, Antisemiten, Rassisten und Geschichtsverdreher in den Bundestag zu wählen?
    Aber immer schon die Verantwortung für das eigene Handeln von sich wegweisen, dann kann man später behaupten, mit alledem nichts zu tun gehabt zu haben.. :D

    Das starke Abschneiden der AfD war ja leider Gottes zu erwarten. Dass wir jetzt eine Partei im Bundestag haben, deren Mitglieder
    wiederholt NS-Vokabular verwendet haben und in der Frauke Petry, die"völkisch" wieder positiv besetzen will, dem linken Flügel zugerechnet wird, ist schon traurig genug.


    Dazu bekommt die FDP ernsthaft 10,5 Prozent der Stimmen. In Zeiten immer noch wachsender sozialer Ungleichheit wollen Millionen Wähler offenbar eine Partei, deren einzige Programmatik darin liegt, diese noch weiter auszubauen.
    Die Partei steht für die selbe neoliberale Politik, für die sie vor vier Jahren zu Recht aus dem Bundestag geflogen ist und hat ihr Ergebnis verdoppelt. Dass ein attraktiver Chef und eine Imagekampagne dazu ausreichen, spricht Bände.
    Kann natürlich auch sein, dass einige frischgebackene Abiturienten von der Privatschule, die mit Zweitwagen im Grünen
    aufgewachsen sind und an Chancengleichheit glauben, die FDP gewählt haben. Letzteres wäre mir deutlich lieber, ich befürchte aber, dass Sunnyboy Linder verantwortlich ist, weil er ja immer so fesh auftritt.


    Die FDP braucht wirklich niemand und ich empfinde schon Enttäuschung bei dem Gedanken, dass es darauf hinauslaufen könnte, dass
    die wenigen sozialpolitischen Erfolge der letzten Koalition wieder torpediert werden

    Ernsthaft Ollum, was ist eigentlich falsch mit dir?


    Ach, der gefällt sich einfach in der Rolle des Politikexperten, der vor 3 Jahren schon Anschläge vorausgesehen hat.
    Geau wie alle Kommentatoren auf reddit, Onlinepräsenzen von Tageszeitungen und der AFD-Facebookseite.
    Wenn es dann zu einem Anschlag gekommen ist, wird dann zynisch darauf verwiesen, dass man es schon immer gewusst habe.
    Das ist wie mit dem Jungen, der jeden Tag dreimal "Wölfe,Wölfe!" schreit oder dem Affen, der nach 3,5 Mrd Jahren auch ein Werk Goethes korrekt abgetippt hat.

    Ich stelle mir gerade vor, ich möchte jeweils nur Deutsche, Griechen, Iraner, Albaner, Italiener, usw wegpusten.
    Wenn diese Menschen kein eindeutiges und riesiges Kennzeichen auf der Stirn haben; ich wüsste nicht wie ich gezielt eine bestimmte Nationalität rausfiltern sollte.
    Wenn schon wilde Mutmassungen, dann politisch, wie immer, der Fairness halber in Alle Richtungen.
    Hier, bitteschön (obwohl es ziemlicher Quatsch ist)


    ---edit by wally: Link entfernt---


    Bist du eigentlich so sehr in deiner Echokammer gefangen, so borniert, dass du nicht in der Lage bist,
    Nachrichten zu akzeptieren, die nicht in deine Mär vom bösen, geldgeilen Asylanten passen, der für alles Unheil verantwortlich ist?
    Aber so verzweifelt, dass man auf den Kopp-Verlag zurückgreifen muss... Ich bitte dich.

    zB so wie man es mit Russland gemacht hat? Oder so wie es Russland zuvor schon mit der Türkei gemacht hat? Sanktionen?Auch wenn er ihn nicht gestartet hat, so wie er jetzt vorgeht und auch seine ziemlich erschreckende Wortwahl hat doch nichts mit ner Demokratie zu tun...


    E:
    Ach du meinst wieso? Tja, weiß nicht, schon mal die Nachrichten in letzter Zeit verfolgt?

    Würde mich schwer wundern, wen die EU Sanktionen gegenüber der Türkei verhängen würde.
    Dazu ist sie in der Flüchtlingspolitik zu sehr auf die Türkei angewiesen.


    Außerdem gibt es, soweit ich informiert bin, keine Beweise für eine Inszenierung des Putsches und solange, wie es diese nicht gibt, reden wir von einer Theorie.


    Dass ein autoritär geprägtes Land über Kritiker Bescheid weiß, ist auch nichts Neues.
    Ich halte es für plausibler, dass Erdogan den Putsch genutzt hat, um sich seiner Kritiker zu entledigen und die Justiz zu unterwandern.

    Drücke die Daumen, dass alles klappt.

    Finde ich ehrlich gesagt ein wenig unreflektiert, den Post. Als die Muslimbrüder unter Mursi vom Militär geputscht wurden, führte das auch zu einer Welle der Gewalt und einem wirtschaftlichen Abstieg. Dazu kommt, dass Erdogan und Co. demokratisch legitimiert sind, was die Sache nicht unproblematischer macht.
    Erdogan hat viele Anhänger in der Türkei, die ganze Situation kann schnell eskalieren.


    Auch die EU braucht die Türkei als Erfüllungsgehilfen der unmenschlichen Flüchtlingspolitik.
    Dazu kommt die Situation der Kurden.

    Meine Meinung habe ich hier im Thread schon dargelegt, aber 2 Dinge fallen mir gerade noch ein:


    Ich frage mich manchmal, wo dieses verzerrte Bild des dem Deutschen zu tiefstem Dank verpflichteten Flüchtlings herkommt. Flüchtlinge werden ungeachtet aller religiösen Gruppierungen und sozialer Herkunft als Kollektiv, an welches vollkommen überzogene Maßstäbe angelegt werden, angesehen: Ist ein Verbrecher darunter, sind sie es alle oder aber zumindest verdächtig.


    Generell gilt: Der Flüchtling hat jedem Deutschen, dem er auf der Straße begegnet, um den Hals zu fallen und mit tränenerstickter Stimme zu danken.



    Finde es echt scheußlich, Asyl ist ein Recht und kein Gefallen.


    Dazu immer der Vorwurf, die Presse würde die Nationalität/Herkunft von Tätern verschweigen, weil sie von oben kontrolliert wird.


    Da gibt es sowas, das nennt sich Pressekodex. Dass dieser zu Recht besteht und was passiert, wenn dagegen verstoßen wird , zeigt "da Whistle" hier schön exemplarisch



    In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.


    Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

    Youtube-Deutschland, wie es heute existiert, ist eigentlich nur die konsequente Weiterführung des Fernsehprogramms auf einem anderen Medium.


    Früher haben "Germany's Next Topmodel" und "DSDS" den Kiddies (= uns) vermittelt, dass es im Leben nur auf Aussehen und Glamour ankommt, heute machen das entsprechend Sami Slimani und Bibi bei der 2000-Generation.


    Wo ich bei den Fernsehshows per Anruf für meinen Lieblingskandidaten das Geld aus der Tasche gezogen bekommen habe, wirbt Bibi heute für den von ihrem Managementteam ins Leben gerufenen Duschschaum.


    Prinzipiell hat sich am Inhalt der Unterhaltung also nichts geändert: Sie ist weiterhin primitiv und auf eine möglichst junge, weil am besten beeinflussbare Zielguppe zugeschnitten,
    die sich aber auch irgendwann fragen und schämen wird (so wie wir heute, wenn wir daran zurückdenken,, was wir damals geschaut haben), wie man so etwas hat gucken können.


    Also alles halb so schlimm :)

    Die politischen Entscheidungen der letzten Monate haben gezeigt, in welche Richtung es weiterhin in der Flüchtlingspolitik Deutschlands gehen soll -stramm nach rechts und sich damit weiter an das anbiedernd, was sich heutzutage in bester Tradition der Ur- bzw. Großeltern "Deutsches Volk" nennt.
    Dass Deutschland damit im europäischen Kontext noch als "links"dasteht, sagt schon alles aus.


    Sei es das den Familiennachzug von Flüchtlingen, denen subsidiärer Schutz gewährt wurde, einschränkende "Asylpaket 2" oder der jüngst geschlossene Deal mit der Türkei:


    Ziel muss die maximale Reduktion der Flüchtlingszahlen sein, weil das beim Volk mit seiner schützenswerten Tradition gut ankommt. Immerhin ist in unserem westlichen Abendland die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau seit jeher eines der höchsten Güter. So ist bei uns seit 1997 die Vergewaltigung in der Ehe strafbar, was freilich auch nicht allen passte. ("Zum ehelichen Leben gehört auch, die ,,Unlust" des Partners zu überwinden", von Stetten).


    Noch weiter zurück reicht die Erlaubnis, dass zwei Männer Sex haben dürfen, ohne Angst vor dem Gesetz zu haben. Seit sage und schreibe 1994 (das schreibt sich neunzehnhundertvierundneunzig!)


    Angesichts so viel Tradition von Humanität und Toleranz versteht man dann auch schnell den dezent überforderten Flüchtlingskritiker, der sein rassistisches Ressentiment so geschickt hinter seinen Sorgen vor Überfremdung oder dem Zusammenbruch des Sozialsystems artikuliert.

    Ich bin entschieden gegen den theoretischen und dieser Tage in vielen Medien vorzufindenden Ansatz, das "Phänomen AfD" verstehen zu wollen. Wobei ich hier eher die Ausführung als die Prämisse kritisiere. Tenor ist, wo man auch hinhört, dass die AfD selbst zwar "rechtspopulistisch", "demokratiegefährend" und "gefährlich" ist, wohl aber nicht der Mensch, der sie wählt.
    Dieser ist wahlweise "enttäuscht", "verwirrt" oder aber "mit der Flüchtlingspolitik unzufrieden", aber nie
    und hiermit meine ich auch wirklich nie selbst ein Rassist.


    Damit bedient man sich der gleichen erbärmlichen Opferrhetorik, die AfD-Wähler und Konsorten selbst anwenden und zwar am liebsten auf sich selbst.
    Fakt ist, dass jeder, der die AfD wählt und sei es aus welchen Gründen auch immer, eine Partei unterstützt, deren Wahlprogramm sich im Prinzip durch Chauvinismus und Rechtskonservatismus definiert. Zu was macht das einen, der so wählt? Richtig.


    Ich bin all das relativierende Geschreibsel leid, was mich in Zügen tatsächlich an die These erinnert, dass es im Dritten Reich nur wenige "richtige" Nazis gegeben habe.
    Der Rest waren auch nur "enttäuschte" und "verwirrte", aber im Prinzip ehrliche deutsche Bürger.
    Ups, der Satz steht ja oben schon im Zusammenhang mit der AfD, was ein unglücklicher Zufall.


    Dieses Land hat ein Problem mit rechtem Gedankengut, was immer breiteren Anklang findet.
    Das macht die Thesen nicht weniger radikal und plötzlich politisch mittig, egal, wie oft man sich den eigenen Rassismus schönzureden versucht.

    Welche Kantine möchte denn bitte Schweinefleisch komplett streichen? Das ist mal wieder so ein Bullshit.

    Egal, wie man gestern schön an Syntix' Beitrag sehen konnte, geht es nur noch darum, sich aufzuregen und sein Weltbild bestätigt zu sehen.


    Und wirklich nichts scheint den Deutschen derzeit so viel Angst zu machen wie der Gedanke, dass es eine oktroyierte Ernährung in den Kantinen geben könnte.

    Vor nicht einmal einer Woche flog eine Granate auf ein Flüchtlingsheim und ich lese keine Artikel mehr über diese Tat, die Gefahr des Rechtsextremismus wird weiterhin heruntergespielt oder, treffender ausgedrückt, ignoriert, weil das, was nicht sein darf, auch nicht sein kann.
    Dafür nervt mich Jan Fleischhauer auf "Spiegel Online" in wöchentlichen Abständen mit seiner Kolumne, in der er sich beispielsweise in dieser Woche nicht entblödet, die Grünen mit der AfD zu vergleichen.


    Weshalb gilt der Spiegel noch mal als linksgerichtetes Blatt und wo genau ist die Berichterstattung jetzt "fehlleitend"?


    Syntix hat es ein paar Seiten vorher ja schon geschrieben: Die Medien publizieren das, was Auflage bringt und das entspricht zur Zeit der latent bis offenkundig rassistischen Stimmung im Land:
    Die ach so böse Lügenpresse ist mittlerweile zum Sprachrohr derjenigen geworden, die die Verschwörung auch in den Medien verwurzelt zu sehen glauben.


    Ihr gefallt euch so sehr in eurer Opferrolle, dass ihr gar nicht bemerkt, dass diese nur in euren Köpfen existiert und dass ihr vom vermeintlichen Feind, der Lügenpresse und der Politik, mittlerweile hofiert werdet, weil diese den Rechtsruck in der Bevölkerung natürlich längst mitbekommen haben und mit dem Strom schwimmen, statt unterzugehen.
    Aber würdet ihr diesen Schutzmechanismus aufgeben, würden eure Argumente, die ja standesgemäß immer noch auf dem schon längst veralteten "Ich bin ja kein Nazi, aber" basieren, plötzlich viel eher als die Plattitüden zu erkennen sein, die sie schon waren, sind und auch immer bleiben werden.


    @Ollum


    Du schreibst einen völlig sinnfreien Beitrag, der sich für mich wie ein Versuch liest, die deutsche Vergangenheit zu relativieren, wirst von Hoellenhaut auf die mangelnde Stringenz deines "Man muss die Vergangenheit auch mal ruhen lassen"-Vergleichs hingewiesen und willst plötzlich nicht mehr über das Thema reden.


    Und warum vergleichst du ernsthaft den Kolonialismus mit dem Dritten Reich?
    Die Taten des dritten Reichs stellen für mich in der Tat aufgrund des schieren Ausmaßes an Bestialität eine Erbschuld da. Schon kurz nach 45' war jeder der Meinung , die "Vergangenheit mal ruhen lassen zu müssen", was dann dazu führte, dass die SA/SS-Uniformen aus- und die Anzüge und Roben angezogen worden sind. Die selbe Mentalität führte dazu, dass kaum ein KZ-Täter zur Rechenschaft gezogen worden ist und sein Leben unbescholten als Altnazi in DE beenden konnte.
    Um etwas "ruhen zu lassen", muss es erstmal in Bewegung gewesen sein und das kann man von der Aufklärung der NS-Vergangenheit nicht behaupten.

    Damals wurde man in eine rechte Ecke gedrängt, mit dem braunen Mop, Rassisten etc. verglichen, bzw. war man einfach ein Pessimist...


    Nun kann man ein Fazit ziehen: bisher lag ich mit meinen damaligen Prognosen und Argumenten genau richtig...und nun? Gehört man jetzt immer noch zum braunen Mop??? Oder haben hier vielleicht viele andere einfach zu naiv gedacht???


    Ich gebe nun noch weitere Prognosen ab:


    Habe hier unten nochmal deine Prognosen rausgesucht. Womit lagst du jetzt genau so richtig, dass du bereits jetzt sagst, dass deine Prognosen für Ende 2016 in Erfüllung gegangen sind?


    Spass beiseite: rahme dir bitte dieses "minimal" ganz fett ein. Wir reden dann Ende des nächsten Jahres noch mal darüber!!!


    Meine Prognose bis dahin: die Situation hat sich bis dahin noch massiv verschlechtert. Es wird Einschränkungen im öffentlichen Leben geben (Schließung von diversen Stätten), die Kriminalität wird an den Brennpunkten dramatisch ansteigen. Wir werden uns von der Flüchtlingszahl auf die 2,5 - 3 Mio. zubewegen (die Familien müssen ja u.a. wieder zusammengeführt werden), es wird bei uns diverse Kürzungen im sozialen Bereich geben, es wird irgendeine Art der Steuererhöhung geben, massive Verschmutzung und Verwahrlosung an den Brennpunkten, ev. Anschläge Radikaler (rechts, wie auch mit islamischen Hintergrund), absolute Wohnungsnot im sozialen Sektor, starker Konkurrenzkampf auf dem Niedriglohnsektor auf Kosten aller Arbeitnehmer etc...ect...etc...

    Wenn du denkst das auf dem rechten Auge weggesehen wird kannst auch gleich das Linke mit schließen. Neben rechtsextremen Straftaten gibt es auch mehr als genug linksextreme Straftaten die nicht weiter breitgetreten werden. Im Moment mal wieder da in Berlin ein Haus gestürmt wurde von der Polizei. Danach gab es von einigen Partei Mitgliedern gleich wieder ohrfeigen gegen die Polizei.
    Möchte damit sagen das nicht nur eine Ecke kleingehalten wird. Linksextreme Berichterstattung oder eben keine, nimmt sich nicht viel gegenüber rechtsextremer Berichterstattung.

    Danke für den Lacher am Morgen. Wollen wir uns die Mühe machen und die Anzahl der Straftaten aus der linken Ecke mit denen aus der rechten vergleichen?
    Wieso kann nicht einmal geschrieben werden, dass es ein Problem mit Rechtsextremismus gibt, ohne dass gleich wieder jemand mit dem Begriff "Linksextremismus" um sich wirft und darauf hinweist, dass das ja mindestens genau so schlimm sei?
    Ihr wisst ja selbst, woher man diese Art der Rhetorik kennt.


    Diskussionen sind mit einem gewissen Lager einfach nicht möglich, da, wenn es unbequem wird, einfach der Begriff "Lügenpresse" in den Raum geworfen wird und dadurch jeglicher Diskussionsansatz torpediert wird. Die Welt wird so gemacht, wie sie einem gefällt, da es im Notfall ja immer in den hintersten Ecken des Netzes eine Quelle gibt, die mich mit gefälschten Zahlen bestätigt.
    Wenn auch das nicht klappt, denkt man sich einfach zahlen aus, so wie Ollum,
    aber der hat uns ja auch in Sachen Neutralität einiges voraus.