Sammelthread: Corona Virus

  • Ist denn der Inhalt nicht wichtiger als die Herkunft?

    Der Inhalt ist eigentlich wichtiger, ja. Dennoch hinterlässt das Gesamtbild ebenfalls einen Eindruck. In diesem Fall lautet das Urteil: Müll.

    Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben.

  • Seit die Schweiz prozentual am meisten (?), zumindest mal noch mehr testet als Süd Korea, haben wir hier die weltweit höchste Infektionsrate auf 100'000 Einwohner, sogar höher als Italien. Glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass andere Länder nicht weniger Fälle haben, sondern die Dunkelziffer einfach enorm hoch ist und je mehr Test man macht desto mehr Fälle hat man.


    Das gute an der hohen Anzahl Tests in der Schweiz ist, dass man dann einen noch besseren Überblick bekommt. Bisher sind ja die koreanischen Zahlen am genausten, da die am meisten Daten per Anzahl Einwohner lieferten, das ist bei nur 8 Mio Einwohnern dann einfacher zu ermitteln (Infektionsrate, Sterberate, Anzahl milde Fälle etc.)

  • Nein, ist es nicht. Denn wenn die Quelle unseriös ist ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Video es auch ist (nicht bezogen auf dieses Video, Kanal nicht überprüft).


    Wenn das jetzt auf dem Channel von der NPD gewesen wäre, wäre dir das auch egal?

    Selbst wenn es ein Zitat von Adolf Hitler wäre, und ich das Zitat für gut/richtig halte, wäre mir die Herkunft egal. Ich mein(t)e damit ja gar nicht das Video, sondern immer und überall "Inhalt wichtiger als Herkunft".

    Wenn RTL eine spitzenmässige Doku ausstrahlt, dann ist die automatisch unterste Schublade, weil die auch Dschungelcamp ausstrahlen? Ich mag ja bekanntermaßen die Grünen überhaupt nicht. Aber hin und wieder kommen von denen auch Aussagen und Meinungen, die ich gut finde. Soll ich diese, meiner Meinung nach, guten Aussagen als schlecht einstufen, nur weil sie von einer von mir als allgemein als schlecht eingestuften Quelle stammen? Das wäre ein ein großes Hindernis für die Erweiterung des eigenen Horizonts.

  • Das ist aber eine, sehr milde ausgedrückt, äußerst geringfügig intelligente Auffassung.

    Oder von dir einfach, sehr milde ausgedrückt, äußerst kurzfristig gedacht.


    Abgesehen von der fraglichen Seriösität: durch jedes Teilen solcher Videos bekommen die Kanäle Klicks - dadurch nichts weniger als Werbung, Aufmerksamkeit und sogar Geld. Ob man das diesem Kanal, den Hoellenhaut schon ganz passend beschrieben hat, gönnt, ist eben jedem selbst überlassen.

    we are violent people by nature

  • Meint ihr, dass bei länger andauerndem Kontaktverbot ein nachhaltiger "Schaden" im Zusammensein in der Öffentlichkeit entstehen wird? Man versucht wirklich jedem irgendwo aus dem Weg zu gehen. Kommt mit keinem mehr ins Gespräch und will auch nicht unnötig irgendwem seine potentiellen Bazillen aufquatschen.

    Viele behaupten ja, dass uns diese schwere Krise wieder zusammenschweißen wird und dass das Zusammensein und der Zusammenhalt erheblich steigern wird. Ich behaupte das Gegenteil. Die Menschen werden paranoid um ihre eigene und um die Gesundheit der anderen.

    Ist das jetzt schnell überstanden, wird da meiner Meinung nach kein Schaden nachhaltig entstehen. Man stelle sich aber mal vor, wir müssen bis zum Jahresende mit diesen strikten Maßnahmen leben. Das würde doch einen erheblichen Gesellschaftlichen Schaden verursachen. Wir würden uns zwar weniger egoistisch und mehr altruistisch verhalten, alles aber in einem paranoiden Rahmen, sich selbst und keinen Fremden krank werden zu lassen.


    Ich finde die aktuellen Maßnahmen unumgänglich und wäre sogar dafür, Ausgangssperren zu verhängen, nicht dass das jetzt in falsche Münder gerät. Habe mir nur mal Gedanken über die Auswirkungen der Maßnahmen gemacht.

    Hostile.

  • Mein Vater hat mir gerade erzählt, dass laut einem Beitrag, die Verantwortlichen sich in Nord-Italien schon im Oktober und November über erhöhte Todesfälle mit Lungenentzündung gewundert haben.

    Scheinbar haben dort Chinesen, die auf Urlaub, Besuch etc. waren, den Virus damals schon übertragen.

  • Feindlich Ich denke, dass sich das gesellschaftliche Leben irgendwann wieder normalisieren wird. Die Menschen, die die Regeln befolgen, wissen, warum wir sie zurzeit brauchen. Wenn die Krise vorbei ist - sei es durch einen Impfstoff oder Antikörpertests für alle Bürger - wird das meiner Meinung nach wie früher werden. Ich glaube auch, dass soziale Kontakte sogar noch enger werden, gerade weil man sich so lange nicht persönlich treffen konnte.


    Bei all den negativen Meldungen sollte man die positiven Aspekte der Ausgangsbeschränkungen jedoch nicht vergessen. Ich habe heute eine Radtour gemacht und so viele Radfahrer und Spaziergänger gesehen wie noch nie. Dagegen war selbst der komplette letzte Sommer ein Witz. Vielleicht besinnen sich Menschen aller Altersgruppen wieder mehr darauf, an die frische Luft zu gehen und merken, dass man nicht jedes Wochenende vorm Fernseher, in Geschäften oder im Stadion verbringen muss.

  • Unsere sozialen Kontakte haben sich zwangsläufig auf Gespräche mit Nachbarn und Freunden auf Abstand, Familie und Kollegen per Telefon geändert. Die Gemütlichkeit entsteht nur in der Zweisamkeit. Wer nicht in einer Partnerschaft lebt wird sich vermutlich viel mit WA etc. behelfen müssen.


    Positiv empfinde ich auch die massive gestiegene Rücksichtnahme und Freundlichkeit. Auch wir gehen öfter mal eine Runde, ich bin erstaunt wie viele Leute, die man nicht kennt, fröhlich "hallo" sagen.