Der unpopuläre Meinungen Thread

  • Die ganze Fleisch oder Nicht-Fleisch Diskussion wird man wohl nie ganz zu aller Zufriedenheit führen können. Das muss am Ende jeder mit sich und seinem Gewissen vereinbaren können.


    Wichtig ist dabei nur, dass man die Möglichkeit hat, sachliche Fakten betrachten zu können um sich dann selber daraus einen Weg ableiten zu können. Mir gehen persönlich sowohl die belehrenden, bekehrenden Vegetarier/Veganer als auch die Fleisch-um-jeden-Preis Menschen auf den Sack.



    Ich für mich esse sehr gerne Fleisch, habe aber in den letzten Jahren gelernt, auf die Herkunft und Qualität zu achten. Natürlich spielt da auch der Preis eine Rolle. Also versucht man auch andere Dinge mit einzubauen. Aber für mich ist und bleibt Fakt, dass ich definitiv nicht ohne Wurst/Fleisch meine Ernährung gestalten werde. Ich habe das eine Woche probiert und fand es nicht toll. An Obst und Gemüse esse ich nur eine geringe Auswahl. Den Rest kann ich entweder nicht essen oder schmeckt mir einfach nicht, egal wie zubereitet. Da bleiben nicht viele Alternativen.


    Meine Kinder können sich übrigens selber heraus suchen, ob sie Fleisch zu ihren Gerichten mögen oder nicht. Ich kläre da gerne auf, belehre oder bekehre nicht.

  • Also ich habe schon damit angefangen alles etwas weniger zu essen und nur von einem richtigen Fleischer, was aber nicht moralische Gründe hat, sondern eher Preis Leistung.
    500g Hackfleisch vom echten Fleischer sehen eben nach 500g aus und nicht wie dieses abgepackte wo du nach den Braten, bloß noch ein Häufchen elend findest.
    Es gibt aber eben Dinge da gehören tierische Produkte eben dazu. Bratkartoffeln mit Omelette, Kaffee mit Milch (Alternativen schmeckten nicht), ein guter Blauschimmel Käse, Döner, Sushi.
    Das sind alles so tolle Dinge wo ich einfach nicht ganz nein sagen kann.


    Kartoffelbrei mit Bratwurst.


    Ich liebe echt Tiere und unterschreibe alles was mit einer artgerechten Haltung zu tun. Aber ich gebe zu ich bin zu Willensschwach um mit Hähnchen, Eier, Milch und co aufzuhören. Nicht in Massen gerne, aber komplett werde ich nie damit aufhören.



    Trotzdem gebe ich jeden Vegetarier und Veganer Recht.


    Fleisch schmeckt am meisten geil, vor allem mit pflanzlichen Gewürzen.

  • Die ganze Fleisch oder Nicht-Fleisch Diskussion wird man wohl nie ganz zu aller Zufriedenheit führen können.

    Darum geht es mir nicht. Es geht darum, wie bei vielen anderen Dingen auch, ein Bewusstsein zu entwickeln. In meiner Kindheit hatte ich keine Ahnung woher Fleisch kommt oder wie's gemacht wird, genau so wenig habe ich mich als Teenager damit beschäftigt. Klar, man weiß irgendwann unterbewusst, dafür sterben Tiere, aber nimmt man sich wirklich mal einen Moment Zeit, reflektiert seinen Konsum, den Konsum von uns allen und denkt über die Konsequenzen nach? Der Mensch blendet viele Dinge einfach aus. Bei dieser ganzen Geschichte geht's also nicht um die Vegan-Bekehrung, sondern um den bewussten Umgang und um die daraus resultierende Entwicklung. Wenn die Sensibilisierung von heute dazu führt, dass wir in 15 Jahren soweit sind „künstliches“ Fleisch zu essen (oder Lösung XYZ parat haben), für das die Umwelt nicht so extrem belastet wird und Tiere sterben, dann ist das doch ein Erfolg. Spricht niemand davon, dass jetzt jeder über Nacht zum Veganer wird. Ich bin's wie gesagt auch nicht, aber ich versuche durch den bewussten Umgang einen kleinen Teil beizutragen.


    Wenn man aufgeschlossen und bereit dafür ist, kann man aus solchen Diskussionen so viel mitnehmen, das finde ich ungemein wichtig. Auf der anderen Seite macht's mich immer wütend, wenn Ignoranten auftauchen (als Beispiel jetzt dieses Thema) und stolz herausposaunen, dass sie 10 Kilo Fleisch am Tag fressen und sie einfach auf alles scheißen, Hauptsache Fleisch. Sowas ist ein Armutszeugnis. Und da geht's nicht nur um dieses Thema, solche Leute gibt es überall.

  • Eine ausgewogene Ernährung ist verdammt wichtig, dazu gehört nun mal aber auch Fleisch meiner Meinung nach. Künstlich hergestelltes Fleisch ist für mich nicht akzeptabel. Ich bin persönlich gegen Discounter Fleisch. Wenn man sieht was solche Läden wie Aldi und Co. da manchmal im Angebot haben, könnte man echt kotzen. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Tiere dennoch nicht am Leben gelassen werden, selbst wenn man weniger oder kein Fleisch mehr isst. Sie werden trotzdem gejagt, gequält und getötet. Wozu sollten Tiere noch gefüttert werden wenn man sie nicht mehr braucht? Warum sollte man sich um die kümmern? Irgendwann sind es zu viele und das sinnlose schlachten geht weiter. Da kann die ganze Welt aus Veganer bestehen, ändern würde sich da am Ende nicht viel.


    Jeder sollte so leben wie er es für richtig hält. Muss jeder mit sich und seinen Idealen vereinbaren. Wir können nicht alles und jeden schützen. Man muss eben gut abschätzen was davon Wunschdenken ist und was davon Realität ist.

  • Eine ausgewogene Ernährung ist verdammt wichtig, dazu gehört nun mal aber auch Fleisch meiner Meinung nach.

    Wenn für dich Fleisch auf dem Speiseplan sein muss, ist das deine Meinung und in Ordnung, aber zu einer ausgewogenen Ernährung braucht es Fleisch heutzutage definitiv nicht mehr. Wurde hier schon häufiger erwähnt, als Nährstoff-Lieferant absolut entbehrlich.


    Soll jetzt kein direkter Front an dich sein, aber ich finde diese Art von Argumentation immer relativ schwach. Anstatt zu sagen, dass man nicht drauf verzichten kann, kriegt man immer wieder solche Pseudo-Argumente gepaart mit Halbwissen entgegen geschmissen. Vor allen Dingen sind das meistens die Leute, die von einer ausgewogenen Ernährung Lichtjahre entfernt sind.



    Künstlich hergestelltes Fleisch ist für mich nicht akzeptabel.

    Und wieso nicht, wenn ich fragen darf? Gehen wir mal von der Prämisse aus, dass es irgendwann nicht mehr von echtem Fleisch zu unterscheiden ist (Konsistenz, Geschmack, Geruch), was definitiv der Fall sein wird. Wieso ist umweltschonenderes, gesünderes Fleisch für dich nicht akzeptabel?


    Man sollte auch nicht vergessen, dass die Tiere dennoch nicht am Leben gelassen werden, selbst wenn man weniger oder kein Fleisch mehr isst. Sie werden trotzdem gejagt, gequält und getötet. Wozu sollten Tiere noch gefüttert werden wenn man sie nicht mehr braucht? Warum sollte man sich um die kümmern? Irgendwann sind es zu viele und das sinnlose schlachten geht weiter. Da kann die ganze Welt aus Veganer bestehen, ändern würde sich da am Ende nicht viel.

    Jo und das ist halt totaler Quatsch. Wenn von heute auf morgen niemand mehr Fleisch essen würde, würde der Überschuss an Tieren natürlich immer noch sterben, bis die Industrie meinetwegen leer ist, aber in der darauf folgenden Zeit würde es gar nicht mehr so viele Tiere geben. Wo keine Nachfrage ist, gibt es auch kein Angebot. Dein Absatz lässt mich daran zweifeln, ob du überhaupt verstehst, wie enorm viele Tiere pro Jahr sterben, nur damit überall Fleisch verfügbar ist. Das sind mehrere Milliarden, die zum Sterben geboren werden. (Mal ganz abgesehen von der enormen Umweltbelastung...)


    Ganz von der logischen Komponente abgesehen, verstehe ich deinen Beitrag aus moralischer Sicht auch nicht. Nur weil irgendwo ein Tier gejagt, gequält oder getötet wird, legitimiert das für dich weiteren schlechten Umgang mit Tieren?



    Man muss eben gut abschätzen was davon Wunschdenken ist und was davon Realität ist.

    Realität ist, dass es extrem viele von uns geschaffene Misstände gibt, an denen man arbeiten muss. Hätte jeder so eine Einstellung, wären wir alle schon längst nicht mehr. In nicht allzu ferner Zukunft wird künstliches Fleisch wahrscheinlich der Standard sein und jeder fragt sich, wie man früher so pervers sein konnte und Tiere dafür hat sterben lassen. Heute kaum vorstellbar, morgen normal. Voraussetzung dafür ist nur, dass wir nicht aufhören uns weiter zu entwickeln.

  • @Niko Kingpin


    Denkanstöße zu geben ist völlig ok und sollte auch so sein. Nur so kann man ja überhaupt auch die unterschiedlichen Auffassungen diskutieren. Ich persönlich bin dann aber schnell raus, wenn ich das Gefühl habe dass man versucht zu belehren und der Diskussionspartner sich selbst eine Stufe höher stellt.


    Aber an sich hast du Recht damit, dass nur durch Diskussionen an sich schon viele Denkanstöße geschaffen werden können. Und wenn alle nur ein wenig darüber nachdenken ist ja schon mehr geschafft als ohne Gespräche.

  • Eine ausgewogene Ernährung ist verdammt wichtig, dazu gehört nun mal aber auch Fleisch meiner Meinung nach.

    Meiner Meinung nach gehört es zu ner gesunden Ernährung jeden Tag 3 Liter Club Mate zu trinken.
    Meinung =/= Fakt.

    Künstlich hergestelltes Fleisch ist für mich nicht akzeptabel. Ich bin persönlich gegen Discounter Fleisch.

    Künstliches Fleisch hätte überhaupt nichts mit dem zu tun was du Discounterfleisch nennst.
    Discounterfleisch ist absolut ungesund und grausam weil wegen der niedrigen Preise schlechte Bedingungen für die Tiere herrschen und diese mit Medikamenten vollgepumpt werden.
    Bei künstlichem Fleisch gäbe es weder ein Lebewesen was dabei stirbt und leidet, noch den Zwang Medikamente reinzuklatschen weil es halt kein Lebewesen ist und in nem sterilen Umfeld heranwächst.
    Schau dir doch mal das Video an das ich auf der letzten Seite geteilt hab.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass die Tiere dennoch nicht am Leben gelassen werden, selbst wenn man weniger oder kein Fleisch mehr isst. Sie werden trotzdem gejagt, gequält und getötet. Wozu sollten Tiere noch gefüttert werden wenn man sie nicht mehr braucht? Warum sollte man sich um die kümmern? Irgendwann sind es zu viele und das sinnlose schlachten geht weiter. Da kann die ganze Welt aus Veganer bestehen, ändern würde sich da am Ende nicht viel.

    Bullshit.
    a) rennt keiner durchs Allgäu und jagt Milchkühe einfach weil er sie jagen, quälen und töten will
    b) Klar wird es in einer Welt ohne Fleischindustrie weniger Tiere geben die vorher dafür verwertet wurden - ich frag mich halt ob es wahnsinnig viel Sinn ergibt für die Versklavung und industrielle Verarbeitung einer Tierart zu argumentieren indem man auf Arterhaltung pocht.
    Hätte fast nen Drittes-Reich-Vergleich gebracht aber war mir dann doch zu geschmacklos. Aber grundsätzlich ist ein "Gibt es doch eh, warum also sollten wir damit aufhören?" eine sehr blöde Weltsicht mMn.


    Und woher willst du denn eigentlich wissen dass sich da am Ende nicht viel ändern würde? Bist du ein Hellseher?

    Jeder sollte so leben wie er es für richtig hält. Muss jeder mit sich und seinen Idealen vereinbaren. Wir können nicht alles und jeden schützen. Man muss eben gut abschätzen was davon Wunschdenken ist und was davon Realität ist.

    Wenn ich dein Auto anzünde und du Anzeige erstattest willst du doch auch nicht vom Polizisten hören dass jeder so leben soll wie er es für richtig hält und derjenige der dein Auto angezündet hat das mit seinem Gewissen vereinbaren muss.


    DAS ist mein Problem. Dass anscheinend Hunderte Millionen Tiere pro Woche industriell umbringen/verarbeiten/in Kilo abmessen gut zu finden genauso eine valide Meinung ist wie es nicht gut zu finden. Ich weiß ja dass Kampfvegetariern ein nerviges Klischee darstellen und stur sind etc. aber gibt es etwas stureres und uneinsichtigeres als ein wahnsinnig wichtiges und tiefes Thema mit "Muss jeder für sich wissen" abzuschließen?


    Von mir aus sollst du halt Fleisch essen aber sei dir dann bitte über die Hintergründe bewusst.

  • Zu der Fleisch Diskussion. Was haltet ihr von Tierfutter aus Fleisch? Ich frag nur, weil ich Menschen kenne, die ihren Hunden ausschließlich vegetarische Nahrung geben.

  • Zu der Fleisch Diskussion. Was haltet ihr von Tierfutter aus Fleisch? Ich frag nur, weil ich Menschen kenne, die ihren Hunden ausschließlich vegetarische Nahrung geben.

    Interessante Frage. Ich glaube ich würde meinem Hund nicht ausschließlich Vegan ernähren.
    Es gibt auch Menschen die ihren Hund jeden Tag bekochen, schön mit frischem Fleisch vom Metzger.


    Ein "wilder" Hund würde sich wahrscheinlich nicht ausschließlich vegan ernähren. Jedoch hat der Mensch dies vor Urzeiten auch nicht, heutzutage ja komplett anders.

  • Jedoch hat der Mensch dies vor Urzeiten auch nicht, heutzutage ja komplett anders.

    Wobei Hunde aber meines Wissens nach nur Reisszähne besitzen. Und nicht wie Menschen auch Zähne die "mahlen" können, wie es eben Pflanzenfresser haben.


    Wie auch immer: Ich bin der Meinung, dass jemand, der ein Tier ohne tierärztliche Konsultation auf spezielle Art und Weise ernähren will nichts anderes als Tierquälerei begeht.

  • Interessante Frage. Ich glaube ich würde meinem Hund nicht ausschließlich Vegan ernähren.Es gibt auch Menschen die ihren Hund jeden Tag bekochen, schön mit frischem Fleisch vom Metzger.


    Ein "wilder" Hund würde sich wahrscheinlich nicht ausschließlich vegan ernähren. Jedoch hat der Mensch dies vor Urzeiten auch nicht, heutzutage ja komplett anders.

    Daher denke ich auch dass es noch hundert wenn nicht tausende Jahre Brauch bis sich irgendwas ändert.
    Du kannst eine Spezies die seit Jahrtausenden so lebt nicht in ein paar Jahren umändern, das liegt im Blut.


    Gleiches Problem ist ja auch bei Angstattacken oder ähnliches. Eine Reaktion des Körpers die wir mal irgendwann brauchten und es ab und zu auch noch brauchen, aber nicht in unser verwöhnten Gesellschaft mehr, daher gibt es tausende Menschen die Angststörungen haben.

  • Zu der Fleisch Diskussion. Was haltet ihr von Tierfutter aus Fleisch? Ich frag nur, weil ich Menschen kenne, die ihren Hunden ausschließlich vegetarische Nahrung geben.

    hab selber keinen Hund, bin da skeptisch bei Fleischfressern. Hab aber schon richtig viele Erfahrungsberichte gelesen wo das positiv klappt.

  • Daher denke ich auch dass es noch hundert wenn nicht tausende Jahre Brauch bis sich irgendwas ändert.
    Du kannst eine Spezies die seit Jahrtausenden so lebt nicht in ein paar Jahren umändern, das liegt im Blut.

    Du wirfst hier gerade ein paar Sachen durcheinander, die im Prinzip nichts miteinander zutun haben. Aus evolutionärer Sicht würde sich sowieso nur etwas ändern, wenn Hunde nach und nach keine Tiere mehr zum Jagen und Fressen hätten. Entweder sie passen sich an oder sterben aus, mal sehr stark simplifiziert. Alleine die Aussage macht aber keinen Sinn, weil es sowieso keine freie Wildbahn für Hunde gibt, da muss man eher zum Wolf, Dingo oder w/e schauen.


    Wir sprechen hier von vegetarischer oder veganer Ernährung für Hunde und das kann anscheinend gut funktionieren. Hat in dem Sinne auch nichts mehr mit der Entwicklung des Hundes zutun, weil der Hund durch uns Menschen sowieso Zugriff auf jedes Nahrungsmittel dieser Welt hat. Und sollte er es in Form A nicht essen können, verarbeiten wir es einfach zu Form B.


    Gleiches Problem ist ja auch bei Angstattacken oder ähnliches. Eine Reaktion des Körpers die wir mal irgendwann brauchten und es ab und zu auch noch brauchen, aber nicht in unser verwöhnten Gesellschaft mehr, daher gibt es tausende Menschen die Angststörungen haben.

    Eine Angstattacke hatte und hat definitiv keinen Sinn, weil sie meist irrationale Ursprünge hat und eine Person eher handlungsunfähig und unzurechnungsfähig macht, als eine wirkliche Hilfe zu sein. Du meinst wahrscheinlich die Funktion bzw. das Gefühl Angst an sich... Aber ob sich das so leicht runterbrechen bzw. in einen Vergleich mit Essen setzen lässt? Macht keinen Sinn Dinge in eine Diskussion einzubinden, mit denen man sich selbst nicht auskennt.