Wahlen in den USA - The Day after

  • Ich bin seit zwei Wochen in USA, habe das ganze Drama also recht hautnah miterleben dürfen, und darf es noch weiterhin für ein paar Tage. Ein Drama, welches gar keines ist. Nur in Europa, vor allem in Deutschland und ganz besonders hier im Forum.
    Wahlbetrug, Bestechung, dummes Wahlvolk, bla bla bla.
    Erstens quatsche ich hier ganz gerne mit Leuten aller Art, zweitens bekomme ich Gespräche so nebenbei mit. Was die Medien in Deutschland uns weismachen wollen, ja gar vorgaukeln und -lügen, das ist teilweise einfach Käse. Gut, der Süden der USA mag jetz nicht wirklich repräsentativ für die Staaten sein, aber trotzdem: Schwarze und Latinos, man glaubt es kaum, sehen in Trump die bessere Alternative. Trump ist sicherlich nicht der ideale Präsident, aber man weiss was man hat. Bei Clinton ist es schwierig vorherzusehen, was sie planen würde. Von der Stärkung der Frauenrechte bis hin zum Atomkrieg ist da alles drin.
    Auch viele Frauen finden sie furchtbar, diese scheinheilige, hinterhältige, eiskalte, alte Zicke.
    Die e-mail Geschichten haben ausser den Medien Niemanden interessiert.
    Und die Amis sind sich durchaus bewusst über die Präsidialdemokratie. Trump könnte also nicht einfach mal so auf die Schnelle einen auf Erdogan machen.
    Das ganze Getöse und die vielen Sprüche, ja sogar die Ausrutscher von Trump, das gehört irgendwie einfach zur Show dazu. Das ändert nichts an den Kernaussagen von Trump. Dinge, die die Leute gerne hören: Trump macht Amerika wieder stark. Russland wird stark geführt, China wird immer mächtiger. Nur die USA kann da mit- und dagegenhalten.
    Irgendwie war es also ein normaler Wahlkampf, eine normale Wahl, und die USA wird einen normalen Präsidenten bekommen.
    Die Amerikaner haben also keineswegs dumm, sondern sehr überlegt und hinter die Kulissen blickend gewählt. Beim Blick auf die Parteilandschaft in Deutschland bin ich da nicht so sicher.

    • Lustig, ich kenne Leute in Seattle, San Diego, Hawaii und Boston und jeder einzelne von ihnen ist tief entsetzt über die Wahl Trumps. Gibt auch solche, numerisch sogar die Mehrheit.

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    We think too much and feel too little: More than machinery we need humanity; More than cleverness we need kindness and gentleness. Without these qualities, life will be violent and all will be lost

  • Was die Medien in Deutschland uns weismachen wollen, ja gar vorgaukeln und -lügen, das ist teilweise einfach Käse.

    Ich finde es einfach nur amüsant zu sehen, wie schlecht Trump in den Medien dargestellt worden ist und behauptet wurde, dass er es niemals schaffen würde. Nur schlechte Schlagzeilen über ihn und Geläster.


    Nun seht selbst. Die Medien versuchen uns zu beeinflussen und am Ende ein Wunder, er wurde mit größerem Abstand Präsident. Gerade das, was die Medien die ganze Zeit lang ins Lächerliche gezogen haben, ist passiert. Er wurde gewählt. Und das nicht einfach mal so, ganz knapp.


    Ich bin gespannt, wie er die USA regieren wird und was er in der Zukunft machen wird. Ob Trump oder Hillary, ich war/bin von beiden nicht wirklich begeistert. Jedoch abwarten und schauen, was passiert.

  • Ja, ja die in bestimmten Kreisen so gern genannte Lügenpresse. :rolleyes:

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  • Danke Ollum, dann ist es ja alles gar nicht so schlimm.
    Fies, dass die deutschen Medien wieder nur rumlügen.


    Wenn in den USA alle happy sind, kann ja gar nichts passieren.


    Nebenbei, mir persönlich ist das scheißegal. Wohne ja nicht da! ;)
    Sollen sie alle machen was sie wollen...

    A fronte praecipitium, a tergo lupi!
    Lateinisches Sprichwort
    "Den Rückstoß!"
    Simo Häyhä auf die Frage, was er empfand, wenn er abdrückte und einen russischen Soldaten tötete.


    "Bier ist der überzeugenste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will."
    Benjamin Franklin

  • Ja, ja die in bestimmten Kreisen so gern genannte Lügenpresse. :rolleyes:

    Ich würde nicht von Lügenpresse sprechen, aber aufgrund der Verbindungen zwischen Politik, Wirtschaft und einigen Medienanstalten ist die Aussage, dass die deutsche Medienlandschaft in weiten Teilen signifikant gelenkt wird, meiner Meinung nach zutreffend.


  • Ich würde nicht von Lügenpresse sprechen, aber aufgrund der Verbindungen zwischen Politik, Wirtschaft und Medienanstalten ist die Aussage, dass die deutsche Medienlandschaft in weiten Teilen signifikant gelenkt wird, meiner Meinung nach zutreffend.

    Dann postest du ein Clip aus der Sendung "Die Anstalt", welcher zum ZDF gehört, einer der grössten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Europa. Ok.


    Gehört der ZDF also nich zu dieser ominösen, gelenkten Medienlandschaft?

  • Oder er ist auf die raffinierte Kampagne des ZDF reingefallen.
    Wenn man auf andere zeigt, wird man selbst nicht (so schnell) beschuldigt.


    *Aluhut abnehm*

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  • Lügenpresse ist so ein durch andere Kreise verunglimpftes Wort, ich würde es eher
    einseitige Berichterstattung nennen. Was dabei rauskommt sehen wir ja jetzt.


    Meiner Meinung nach ist Clinton zwar politisch erfahrener, aber eben das ist das Problem,
    sie weiß wie das korrupte System läuft.


    Hab zwar keine Hoffnung in Trump, aber vielleicht ändert sich dadurch, dass die "Demokraten"
    sehen wie schnell sowas gehen kann, und kommen mal mit Argumenten und wirklich
    mit Politik für das "Volk".


    Dass das ganze System bis ins tiefe Innere einfach nur in Arsch ist, juckt ja irgendwie keinen.
    Aber mit so kleinen Leckerlis wie LGBT und BLM und so nen Schwachsinn kann man die Meinungen
    schnell beeinflussen :rolleyes:

  • Brauchst gar nicht damit hier ankommen :D Manche wollen hier einfach nicht begreifen, dass die Presse keinesfalls objektiv und neutral ist. Kannst du so viele Beispiele geben wie du willst ;)


    Aber ist ja auch gut so: Wir können sagen wir wussten es- und können nur hoffen, dass der Tag der Erleuchtung für die Anderen auch endlich kommt. :)

  • Manche wollen hier einfach nicht begreifen, dass die Presse keinesfalls objektiv und neutral ist.

    Das hat hier auch niemand behauptet. Sie ist aber bei weitem objektiver und neutraler, als uns gewisse Kreise glauben machen wollen. Es gibt Medien, die nur versuchen ihre eigene Agenda in einem guten Licht zu präsentieren und dafür sogar Lügen verbreiten. Es gibt aber auch Medien, die versuchen möglichst objektiv und neutral über ein Thema zu berichten.


    Ich finde es einfach ein bisschen lächerlich, wenn pauschal alle Medien verunglimpft werden. Sowas trifft vielleicht auf Nordkorea zu. Oder in naher Zukunft die Türkei. Aber sicher nicht auf den "Westen" als ganzes. Noch lächerlicher wird es dann, wenn irgendwelche ominösen Youtube-Videos oder sogar die kritisierte Medien selbst als "Beweise" angeführt werden.


    Anders gesagt: Wenn man nur pauschale Verunglimpfungen für "die Presse" übrig hat, wird man natürlich niemanden hier Überzeugen können.


    E: Ein wichtiger Hinweis: Ich meine das genrell und will hier keinen User persönlich angreifen.

  • Haben wir jetzt aufgrund der Wahlaufregung total vergessen, dass es noch zu klären galt, ob Brad Pitt nun wirklich seine Kinder verhauen hat, was Jennifer Aniston dazu sagt und ob Pietro Lombardi seiner Perle noch eine Chance gibt..?!


    Fühle mich von der Presse total unterinformiert!

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    Benjamin Franklin

  • Sitzen eure Aluhüte auch richtig, ja? :)


    Quasselt hier einen auf "die blöden Medien erzählen uns was sie wollen" und verteidigt nebenbei einen, der sich öffentlich hinstellt und über Frauen und Moslems auslässt.


    Vielleicht sollte man tatsächlich mal seine Prioritäten überdenken..

  • Ja, dann ist alles dunkel und warm.. Alle Probleme sind weg! :)

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  • Ist das wieder wie die Polizistengeschichte? Bist immer hautnah am geschehen. Was würden wir nur ohne dich und deine absolut objektive, wertfreie Meinung machen. Ich brauch gar keine Nachrichten mehr, du bist meine Quelle.

    Brauchst gar nicht damit hier ankommen :D Manche wollen hier einfach nicht begreifen, dass die Presse keinesfalls objektiv und neutral ist. Kannst du so viele Beispiele geben wie du willst ;)
    Aber ist ja auch gut so: Wir können sagen wir wussten es- und können nur hoffen, dass der Tag der Erleuchtung für die Anderen auch endlich kommt. :)

    Das ist halt immer so eine Sache. Die Presse ist für euch halt immer nur objektiv, wenn sie in eure Karten spielt, aber absolut korrupt und alles wird von den Rothschilds gesteuert wenn es gegen euch geht. Das ist halt so totaler schwachsinn. Selbstverständlich sind die Medien immer in gewisser Weise nciht neutral. Aber bei weitem Neutraler als irgendwelche dubiosen Internetblogs die von so Menschen wie Ollum geführt werden oder die russischen Medien.


    Man sollte das gesamte Bild betrachten, und das ist einfach das Trump das schlechteste Wahlergebnis ist, was es geben konnte.
    Mal ganz abgesehen davon, dass die parallelen zu 1933 absolut nicht verkannt werden können. Jetzt wollen sie ihn klein halten und plötzlich ist er gar nicht so mächtig, aber das dachte man damals auch. Bevor man sich verguckt, sind legliche demokratischen Strukturen ausgehebelt und das Volk läuft blindlings mit. Grade bei den Amerikanern die sowieso schon einen viel zu krassen hang zum patriotismus und Nationalismus haben ist so jemand einfach eine Gefahr. Vorallem da er nicht dumm zu sein scheint.

    "Глаза́ боя́тся, а ру́ки де́лают."


    "Die Augen haben Angst, aber die Hände tun."


    #w

  • @Klognom
    In welche Karten? Ich habe gar keine großartige politische Meinung. Bei der letzten Bundestagswahl habe ich die Grünen gewählt, weil ich gegen Atomkraft bin. Sonst war es mir vollkommen egal, weil ich mehr als Politik verdrossen bin ;)
    Weiß also nicht, was du mir unterstellen willst..


    Bin für faire und vollkommen neutrale Berichterstattung (das das Wunschdenken ist, ist mir durchaus bewusst). Nicht desto trotz bin ich davon überzeugt das einem die Kinnlade bis nach China ausklappen würde, würde man ein so manch gut gehütetes Geheimnis der Welt kennen. :)


    Und schlimmer als Bush? puhh, das wird selbst für Trump schwierig hopsi

  • Trump ist nicht der beste. Ich mag sein "Trash talking", die mediale Polarisierung und Sprücheklopferei auch nicht. Doch führen wir uns vor Augen, in welcher Gesellschaft wir leben und welche Ansprüche an Politiker gestelltwerden. Insgesamt ist es soziologisch belegbar, dass starke Führungspersonen mit einer Abneigung von politischer Korrektheit und dem Anspruch neoliberale Konstrukte oder elitäre Strukturen zu bekämpfen deutlich Aufwind in den letzten Jahren bekommen haben.


    Beispiel I:


    Duterte führt eine äußerst erfolgreiche Innenpolitik, trotzdem wird nur über seine Sprücheklopferei geredet. Wozu? Er macht diese Taktik geradewegs als Auslotung der Grenzen der Popularität/der Befriedigung des Anspruchs einer starken Führungsperson und der diplomatischen Annäherung an Staaten wie Russland oder China. Schauen wir uns seine Taten an, so sehen wir, dass die negative Berichterstattung beispielsweise völlig fehl am Platze ist. - u.A. die Ernennung von Landarbeiteraktivisten zum Verantwortlichen für eine durchgreifende Landreform, welche die Eliten bislang immer verhindert haben. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft KMU wurde mit der Durchsetzung einer Reform des neoliberalen Arbeitsrechts betraut. Leiharbeit ist seitdem massiv zurückgefahren worden, Gehälter für Polizisten, Lehrer und Soldaten verdoppelt sowie der Mindestlohn kräftig angehoben.
    Dazu das Erreichen einer Feuerpause mit National Democratic Front (NDF), welche seit 30 Jahren gegen die amerikanisch-gesteuerten und korrupten Präsidenten der Philippinen kämpften und mit der Duterte einen Ausgleich in Fragen von Umweltschutz, sozialer Wiedereingliederung und dem Schutz von Indigenen vor Ausbeutung durch Bergbauindustrien erreicht hat.



    Beispiel II:



    Trump wird gerade von älteren Menschen, weißen Menschen aber auch von vielen Schwarzen/Latinos gewählt. Warum? Viele ziehen 4-8 Jahre reaktionärer Wandel der Stagnation seit Bill Clinton, Obama und Konsorten vor. Die Situation der Schwarzen und anderer teils marginalisierten Menschen hat sich in der neoliberalen Dienstleistungsgesellschaft seit den 1980ern nicht verbessert. Im Gegenteil führten die Reformen unter Reagan/besonders aber unter Clinton zu einer Pönalisierung von großen Anteilen der Bevölkerung. Sein NAFTA-Abkommen hat nicht gerade für florierende Bedingungen in den USA wie auch in Mexiko geführt. Ich lehne mich sogar weit aus dem Fenster und benenne das NAFTA-Abkommen als eines der forcierenden Hauptgründe für das Erstarken des Kartell-Systems in wie auch dem Erstarken der Zapatistas/Bürgerwehren in Mexiko sowie der Fluktuation von armen Bauern in ganz Mittelamerika (wobei ihr noch die sozioökonomischen und ökologischen Bedingungen der einzelnen Länder noch näher betrachtet und differenziert beurteilt werden müssen).
    Clintons Jobwunder in den USA wurde ja damals schon mit dem zynischen Ausspruch "Bill Clinton schuf 300.000 neue Jobs und ich habe 3 davon" lächerlich gemacht.


    Wie oben bereit erwähnt können die Menschen nicht mit dieser Stagnation im Hintergedanken wie auch die Zukunft ihrer Lage vor Augen weiterleben. Obama wollte die Situation der Schwarzen verbessern. Passiert ist seit dem natürlich nichts. Man kann ihm einen gewissen, hehren Optimismus attestieren, ohne dass es negativ gemeint ist. Trotzdem sollte man sich gewahr werden um die Situation der Menschen - der materiellen oder mental Abgehängten - in den USA. Obama kratzte immer am symptomatischen Rand der Probleme ohne sie als Syndrom für etwas größeres in Betracht zu ziehen. Wie denn auch, wenn er seines Zeichens Transatlantiker und durch und durch neoliberal geprägter Denke unterliegt. Es ist eigentlich ein krasser Widerspruch an sich, wenn man seine Herkunft und sein Anspruchsdenken vergleicht.


    Trumps Sieg führt zu einer Werteauffassung und dem Auseinandersetzen der bisherigen Politik. Vielleicht führt es zum Erstarken linker, sozialistischer Strömungen wie der Sandernistas als Gegenentwurf. Mehr noch, als sich Trump als Auswuchs der neoliberalen Gesellschaft definieren lässt, könnte es zum zwangsläufigen Untergang dieser Ideologie führen/einem Wertewandel und Umdenken - der mit Clinton und ihrer stagnierenden neoliberalen Kurpfuscherei sowie des an die Kandare-Nehmens von ausgegrenzten Minderheiten wie Homosexuellen/Latinos als Distraktion von ihrer wahren Politik nicht in dieser Form möglich wäre.


    Also summa summarum bin ich zufrieden mit dem Ausgang der Wahl, zu mal Sanders Anhänger und Teile der Green Party so gesehen eh nie eine Chance zur Partizipation in der direkten Politik haben und so doch stärker Polarisieren können, um dem Neoliberalismus und der elitären Oligarchie in den USA den Kampf anzusagen.





    @Klognom




    Den Vergleich zu 1933 halte ich aus der Sicht eines Geschichtswissenschaftler für sehr gewagt. Die Weimarer Republik und ihre Grundeinstellung zur demokratischen Ordnung war eine andere als die traditionelle Auffassung der amerikanischen Gesellschaft zu ihrer Grundordnung. Selbst der Ku-Klux-Klan oder Jefferson Davies hätten oder würden nie die Verfassung außer kraft setzen - sie wollten und würden sie reaktionär reformieren hin zu einer Ausgrenzung der Schwarzen zwecks ihrer Ausbeutung, aber sie in ihrer Gänze abschaffen wäre ihnen nie möglich erschienen oder durchsetzbar gewesen.


    Zweitens möchte ich dir zu Denken geben, ob Neutralität und der Anspruch auf Neutralität etwa das Gleiche sind? Denn unsere Medien behaupten das Zweite ohne das sie es eigentlich geben kann, während Neutralität per se nur ein annäherbares oder erstrebsames Ziel darstellt. Vergleichbar ist es mit der Korruption und dem Gefühl, ob es Korruption gibt - Brasilien wird als korrupt betitelt ohne das die eigene Bevölkerung in irgendeiner Form ihr Land als korrupt empfinden. Ebenso ist Deutschland ein Land mit hoher Pressefreiheit aber das Befinden, ob die Press wirklich frei und neutral agieren kann, lässt eine Diskrepanz und ein Raum zu weiter Spekulation offen.