CallofDutySeries.de - Hardwaretest - SILENTIUMPC FERA3 CPU Kühler

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    Der Sommer kommt, zumindest darf man dies vermuten, auch dieses Jahr wieder. In vielen Geräten anwesender Gamer werkelt inzwischen eine CPU der SKYLAKE Reihe aus dem Hause Intel und viele waren sicher erfreut dass sich diese recht einfach kühlen lässt. Für CPUs ohne K reicht der boxed Kühler aus um, wenn auch hörbar, die kleinen Herzschrittmacher bei Laune zu halten. Auch die K-Modelle sind, im Gegensatz zum 4790K, erheblich leichter thermisch zu kontrollieren, aber es geht immer ein bissel besser. Leider leidet unter der Anschaffung der dicken CPUs immer ein wenig das Budget, weshalb man gerne versucht dieses durch möglichst günstige Randperipherie zu kompensieren.


    Auf dem Kühlermarkt ist derzeit nicht viel los, so wird gemunkelt. AIO-WaKüs erobern immer mehr ihren Platz in den heimischen Rechenmaschinen und der Towerkühler fristet inzwischen ein Schattendasein, vor allem weil man mit diesen teilweise die, inzwischen so wichtigen, RAM-Bänke überlagert.



    SILENTIUMPC, ein Hersteller aus Polen, dessen Namen wohl kaum jemand kennen wird, ist mit einem Kühler angetreten der erstens aus ausladende Maße verzichtet und nebenbei auch noch unter der 30 Euro Grenze wildert - eine an sich wirklich angenehme Ausgangssituation. Ob er nebenher auch etwas taugt will ich in den folgenden Zeilen ausführen.



    Der FERA 3 HE1224 wird mit allem geliefert was man benötigt um ihn auf gängigen Intel- oder AMD Plattformen zu montieren, Lüfter, Klammern, Halter, Wärmeleitpaste und etwas wie eine Bedienanleitung - alles also was man benötigt um die CPU ein klein wenig kühler zu bekommen und ggf. die Geräuschkulisse etwas herunter zu fahren.




    Basis des Kühlers sind 4 Heatpipes mit 6mm Durchmesser, welche die Temperatur von der CPU in den Kühler leiten. Diese sind so im Aluminiumträger angesetzt, dass die CPU direkten Kontakt zu dem Pipes bekommt. Auf eine polierte Grundplatte, welche die Wärme noch mal verteilt, verzichtet der Hersteller.



    Die Pipes sind dabei etwas dezentral gebogen, so dass der Kühlkörper nicht mittig über der CPU thront, sondern ein paar Millimeter zum Boardende ragt und so mehr Platz für die RAM-Riegel lässt.



    Auf dem "Dach" des Kühlers ist als Abschluss eine Kunststoffplatte gesetzt, auf der das Firmenlogo prangt, welches die älteren Ostgermanen unter uns wahrscheinlich an das der "Rennpappe" erinnern dürfte. Das sollte aber auch die einzige Gemeinsamkeit sein, auf mehr Kunststoff wurde, zumindest bei den sichtbaren Teilen, nicht zurückgegriffen.




    Gut, so ganz ohne Kunststoff gehst dann doch nicht, der Luftbeschleuniger ist definitiv aus der schwarzen Ausführung des Selben gefertigt und wird unter dem Namen SIGMA Pro 120 PWM beworben. Der Lüfter soll zwischen 500 und 1600RPM bringen und maximal 80m³ Luft schaufeln, was bei einem avisierten Schalldruck von nur 15 dBA garnicht mal so schlecht ist. Auf besondere Designmerkmale wie blinkende LEDs, Gummirahmen usw. hat man in diesem Fall verzichtet, ich kann aber auch nicht behaupten dies ernsthaft zu vermissen.



    Nun denn, um das gute Stück auch wirklich beurteilen zu können muss er mal aufs Brett. Dazu nimmt man den Halter, der fast so aussieht als könnte er die Alpen föhnen, und fixiert dort die Stehbolzen.



    Abstandshalter, Bügel und Schraube drauf, das wars dann auch schon fast



    Der Kühler selbst wird mit der bereits vormontierten Lasche montiert,



    und dann beidseitig final verschraubt, was aufgrund der geringen Bautiefe gelingt, ohne sich dabei ernsthafte Verletzungen beizubringen.




    Danach nur noch den Lüfter festklammern und einstecken - das wars dann. Es hat auf jeden Fall länger gebraucht darüber zu schreiben, als den Kühler selbst zu montieren.



    Jetzt muss das gute Stück nur noch beweisen was es auf dem Kasten hat. Leider müsst ihr in diesem Falle ohne Referenzwerte auskommen, da ich derzeit eine Raumtemperatur von knapp 25° habe und meine Testwerte an sich auf 20° basieren. Daher dürft ihr diesmal einfach selbst vergleichen.
    Bevor ich die CPU vorglühe schau ich mir die Lüfterkurve mal an, welche ich mittels des Kalibrationstools von GIGABYTE ermittel. Die Anlaufdrehzahl liegt damit tatsächlich bei 500 RPM und wühlt sich bei Bedarf bis knapp 1500 RPM hoch.



    Wenn man den Wirkungsbereich dann mal effektiv durchgeht stellt man allerdings fest, dass nichts was die 1000 RPM deutlich überschreitet noch mit Silent zu tun hat. Bei 1500 Umdrehungen klagt der Lüfter deutlich hörbar aus Richtung PC-Gehäuse und wird erst unterhalb der 1200 in Punkto Geräusch wieder akzeptabel.



    Jetzt gilt es natürlich herauszufinden ob ich diese Drehzahl benötige. Dazu werde ich wieder einmal zocken um eine vergleichbare CPU-Last herzustellen. Auf Tests ala Prime verzichte ich ganz bewusst, da die dort erzielten Hitzewallungen einfach nicht praxisgerecht sind - zumindest nicht bei Gamern.
    Das Ergebnis würde ich als durchaus akzeptabel bezeichnen. Meine CPU weigert sich vehement die 60° Marke zu überschreiten, der Lüfter kommt nicht über die 1000 RPM Marke hinweg. Für ein solch kompaktes Kühlerchen gehen die Werte mehr als in Ordnung.



    Resümiere ich also mal grob:

    • Montage einfach
    • Maße sehr gut
    • Kompatibilität sehr gut
    • Drehzahlbereich sehr gut
    • Kühlung gut
    • Lautstärke - naja


    für einen Silent-Award wird es definitiv nicht reichen, aber wenn ich mir den Preis von nur 27 Euro anschaue verwundert dies nicht, diesen Preispunkt erreichen manche Lüfter alleine. Die Kühlwerte gehen, vor allem in Anbetracht der Größe des Kühlkörpers, wirklich in Ordnung. Vor allem der Punkt das sich vor dem Lüfter noch RAM-Module mit extrem hohen Heatspreadern aufbauen können macht diesen Kühler zur einem kleinen Geheimtipp, die Bauhöhe von 15.5 cm. sollte auch ihr übriges tun um in so ziemlich jedem Gehäuse Platz zu finden.


    Daher vergebe ich auch diesmal neben einem klaren Kauftipp ( HIER gibts das gute Stück ) auch folgende Awards: