CallofDutySeries.de - Test & Verlosung: AMD APU A8-7670K


  • CallofDutySeries.de - Test & Verlosung: AMD APU A8-7670K



    So manches Mal, vor allem wenn ich die Preisentwicklung anschaue, kommen mir die Tränen. Leider sind es nie Tränen der Rührung, eher jene, welche durch den intensiven Blick in eine Geldbörse aus Zwiebelleder hervorgerufen werden. Aber warum können sich alle anderen so viel leisten, ich aber nur so wenig? Warum soll ich weniger dürfen als die? Das kann und will ich einfach nicht auf mir sitzen lassen. Geiz ist Geil und Billig lebt! Ich bin ja nicht blöd und gehe daher zum Großen Fachmarkt, lasse mich beraten und bekomme - verdammt wenig Gaming-PC für mein Geld. Auch wenn der Predator wirklich schick aussieht, aber in der Weste hat er irgendwie weit weniger als ich erwartet habe. Immer mehr Schaf wird in Wolfspelze gepackt, der Begriff "Gaming" inflationär für fragwürdige Höchstpreise genutzt... ach ja, ich schweife mal wieder vom Thema ab, eigentlich wollte ich doch ein nettes Stück Hardware vorstellen:



    Dass Prozessoren aus dem Hause AMD gerade in Gaming-PCs nicht den besten Ruf haben, ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grunde sind sie nur in Configs zu finden wenn es um kleines Budget geht. In der Hoffnung dass sich dieses zum Teil ändert (mehr Leistung bei kleinem Budget) warten wir gespannt auf die neue Generation und beschäftigen uns derweil mit der "all in one" Lösung, der APU. Den größten Vertreter der Godavari-Familie, den 7870K, haben wir hier bereits mal etwas näher beleuchtet (klick me baby), nun ist es an der Zeit sich auch den kleinen Bruder, namentlich A8 7670K, zur Brust zu nehmen, dem legitimen Erben des Kaveri A8 7650. Wie dieser beherbergt die APU 4 Rechenkerne für die CPU und 6 als Pixelbeschleuniger, taktet nur etwas höher als sein Vorgänger.



    Zahlen sind Schall und Rauch, ich kann hier beliebig viele Taktraten und Kernzahlen hinschreiben, nur klärt dies unterm Strich nicht wie es sich anfühlt, was man als "Gelegenheitsgamer" davon hat. Daher habe ich das de facto identische Equipment aus dem A10 7870 Test ein weiteres Mal zusammengeschraubt, nur dieses Mal auf ein Gehäuse verzichtet und ein etwas anderes Benchtable etabliert, außerdem wollte ich diesen Test ein wenig anders aufziehen und verzichte daher auf die Zugabe der Grafikkarte, stelle aber einen kleinen Towerkühler auf die APU, um auch ein wenig an der Taktschraube zu drehen.



    Der Testaufbau sieht dann damit wie folgt aus:

    In diesem Test geht es an sich um die ganz günstige Lösung, daher ist das Board ggf etwas zu viel des Guten, und auch auf eine SSD und ein goldenes Netzteil könnte man zur Not verzichten und anstelle dessen z.B. ein F2A68MH, ein LC7300 und eine Seagate 500GB einsetzen, um so ein Komplettsystem weit unter der 400 Euro Marke zusammen zu stellen.


    In der ersten Testreihe jage ich den großen Bruder sowie den A8 7670 durch Firestrike, dem geläufigsten Test für Gaming-Hardware. Dabei habe ich den 7670K mit 1600er RAM, 2400er RAM sowie übertaktet genutzt.



    Die höhere Taktrate der CPU mit 4.2GHz schaffen beide Kontrahenten ohne Spannungserhöhung, was auch bei diesen Boards eher kritisch zu sehen wäre, die Grafik läuft jeweils stabil mit 1100 MHz durch, was im Falle des 7670 immerhin ein Mehr von fast 50% ausmacht. Inwiefern sich dies auch im Endergebnis manifestiert zeigen die folgenden Tests.



    Während im allgemeinen AMD-CPU´s als Hitzköpfe und Stromfresser verschrien sind, kann dies nicht auf die APU übertragen werden. Selbst übertaktet genehmigt sich das Gesamtsystem unter Volldampf nur 144W, ein Wert der Mami und Papi beim Zahlen der Stromrechnung nicht ins Schwitzen bringen sollte, da saugt manches Aquarium, bei definitiv geringerem Unterhaltungswert, mehr aus der Dose.


    Aber gut, theoretische Tests sind nett, der e-Penis zufriedengestellt, aber was bleibt davon tatsächlich im Game zurück? Um auch diesen Punkt zu klären habe ich wieder mit 1080P und, zumeist angehobenen Einstellungen, ein wenig gezockt. Die ersten 3 Werte beziehen sich auf die Grundeinstellungen des Games (auch bildlich dargestellt) und die Hardwareconfigs mit DDR3 1600, DDR3 2400 und OC gewählt, der 4. Messbalken ist mit deutlich reduzierter Auflösung, sprich Grafikeinstellung auf gering (wie auch in den Bildern zu sehen ist).



    Diesmal macht ein Rennspiel den Anfang. DiRT Rally ist ein nettes Game für alle Arcade-Racer, grafisch nciht übermäßig anspruchsvoll, aber schon in der Lage eine GPU ein wenig zu fordern. Hier finden wir erstmalig das Phänomen, dass die erhöhte Speicherfrequenz sich nicht auf die Framerate auswirkt, ganz im Gegensatz zu den Ergebnissen bei Futuremark. RAM bringt nicht immer Vorteile, auch wenn einige Anwendungen und Spiele davon durchaus profitieren können, wie ich im Test zum Crucial-Speicher festgestellt hatte. (Rückblende hier entlang).




    Mit reduzierten Einstellungen kann ich hier allerdings recht gute Ergebnisse erzielen, die Einbußen auf der Grafikschiene sind eher in Details zu finden, also durchaus verschmerzbar. Selbst mit 30 FPS ist dieses Game allerdings noch spielbar, ohne in eine Ruckelorgie auszuarten.


    Und weil diese Speichergeschwindigkeitsintoleranz doch so selten nicht ist, wie ich im ersten Moment vermutete, präsentiere ich auch gleich Spiel Nummer 2, die Hausmarke.



    Auch bei diesem Game gibt es keinen nennenswerten Zuwachs an Frames durch die Erhöhung der Speichergeschwindigkeit, aber von einem OC kann das Paket deutlich profitieren, erst recht wenn man die Einstellungen etwas nach unten korrigiert. Damit hat man dann zwar grafisch keine Schönheit auf dem Desk, aber immerhin ein spielbares Endergebnis.




    Bleiben wir bei den Shootern und nehmen uns die Profi-Variante vor. Counterstrike ist nicht ganz so grafikhungrig wie Call of Duty, hat aber auch den Ruf, ausschließlich von FPS-Junkies gezockt zu werden. Ob das Endergebnis dafür reicht kann ich nicht beurteilen, aber folgende Einstellungen mussten für den Test herhalten:



    Bei diesem Game wiederum spielt die Geschwindigkeit des Speichers eine Rolle, die zu vernachlässigen ich nicht wage. Der Unterschied zwischen dem 1600er und dem mit 2400MHz getakteten ist durchaus nennenswert und schafft es dann auch den damit verbundenen Preisanstiegt zu verschmerzen. Unter OC ist die Leistung noch einmal deutlich zu steigern und die heruntergeschraubten Qualitätseinstelloungen steigern den Pixeloutput ein weiteres mal deutlich. Gerade CS-Gamer sollten damit klarkommen, fand ich doch bei Recherchen zu genutzten Settings mehrere Posts zum Thema 800:600 in 19:9 gutaussehend skalieren. Ein echter E-Sportler kennt keinen grafischen Schnickschnack, der will Frames, getreu dem Motto: Hubraum statt Spoiler.




    Wo wir gerade bei eSports sind - Lol darf natürlich auch nicht fehlen. Diesem Game tut es nicht einmal merklich weh wenn man die Qualität runter schraubt, wobei mir der Sinn hoher Frames dabei auch nicht ganz schlüssig ist. Folgende Einstellungen habe ich durch den Parcours gejagt:



    Auch hier ein vertrautes und den Erwartungen entsprechendes Bild im Framesverlauf, der erarbeitete Vorteil durch den schnelleren RAM fällt sogar recht deutlich aus. Wie bereits erwähnt ist das Ergebnis selbst bei Mittel-Niedrig durchaus noch ansehnlich, die Ansprüche in diesem Fall halt auch überschaubar.




    Kommen wir dann direkt zum Marktbegleiter. Blizzard legt bei Heroes of the Storm etwas mehr Wert auf grafische Spielereien, was sich direkt in den erzielbaren Frames manifestiert. Auch hier biete ich die Einstellungen zum Vergleich einmal in visueller Form an:



    Auch hier ist ein wunderschönes Zusammenspiel zwischen den Frequenzen zu bewundern, in diesem Falle würde ich jedoch von der Senkung der Auflösung abraten. Alles in Allem rennt auch dieses Spiel auf dem 7670K rund und ist damit in der offiziellen Liste aufgenommen.




    Um ein klein wenig die Spielbarkeit zu dokumentieren habe ich ein paar Ausschnitte extrahiert und auf meinem, minimal abonnierten, YouTube-Konto zur Verfügung gestellt. Leider ist die Qualität dabei noch ein wenig gesunken, so dass das Endergebnis eher einem "Richtwert" ähnelt. Grundlage waren Aufnahmen mit OC und verringerter Qualitätsstufe, die Auflösung in jedem Fall 1080. Bitte beachtet auch dass dies kein LetsPlay ist und meine eher geringfügigen spielerischen Fähigkeiten hier nicht als Anreiz zum Nachahmen gedacht sind.



    Fazit:


    Wie schon der große Bruder A10 7870K stellt mich der A8 7670K vor das Problem einer Zuordnung. Ein richtiger Gaming-PC ist ein System auf dieser Basis nicht, kann aber definitiv bei vielen Spielchen durchaus mit ansehnlicher Wiedergabe punkten. Titel die weniger aufwändig, oder eben richtig programmiert sind kommen durchaus zu sehens- und spielenswerten Ergebnissen.


    Diese APU ist auf jeden Fall für Gamer nicht nur eine Alternative zu einem i3, auch oder vor allem wegen des weit geringeren Preises und der erheblich besseren Grafikleistung ist hier AMD die bessere Wahl wenn man ohne separate Grafikkarte zocken will und auch als Rechenzentrum für einen Wohnzimmer-PC macht er mehr als nur eine gute Figur. Wer also häufig mit seinem Rechner auf Wanderschaft geht kann auf dieser Basis ein durchaus leistungsstarkes Mini-System zusammenstellen, welches sich zur Not auch mal in der U-Bahn zur nächsten LAN transportieren lässt. Wer auf echte Grafikkracher steht sollte aber weit mehr investieren, wenn er unterm Strich Freude an seinem System haben will.



    Verlosung:


    Ich habe es geschafft euch wenigstens ein klein wenig zu interessieren und ihr überlegt Euch einen Rechner aus APU-Basis zusammenzustellen?


    Die Teilnahme ist ziemlich einfach und erfolgt (fast) automatisch! Jeder kann hier seine Meinung kund tun, wer aber die Chance auf ein Testobjekt wahren will, sollte das Kleingedruckte lesen:


    WICHTIG:Nur diejenigen, die an der Verlosung teilnehmen möchten, füllen bitte im Beitragsfenster das Überschriftenfeld mit "3-2-1-Deins", "gib her", "muss ich haben" oder ähnlichem aus. Mehrfache Beiträge steigern nicht eure Gewinnchance. Einsendeschluss ist der 04. Oktober 2015 19:00 Uhr. Da es sich um ein Test-/Vorführexemplar handelt, ist die Verpackung bereits geöffnet und das Gerät kann Gebrauchsspuren aufweisen. Wer nach dem Willen von Fortuna gewonnen hat, wird hier bekannt gegeben. Viel Glück!


    Wir behalten uns vor, Beiträge zu löschen und Teilnehmer auszuschließen. Der Versand erfolgt nur in Länder der EU.
    Die Gewinner werden hier im Thread und über das INTERNE Mailsystem (PN) benachrichtigt; sollte sich ein Gewinner nicht innerhalb von 14 Tagen nach Gewinnspielende melden, wird der Gewinn anderweitig eingesetzt.

  • Danke für den sehr interessanten Test. :)


    Sicher ist die APU für ihren Preis sehr gut, aber Wunder braucht man wie der Test gezeigt hat auch nicht erwarten. Alternativen aus CPU und GPU gibt es in dem Preisbereich desübrigen keine, die APU stellt schon das beste Paket aus CPU+GPU im 100€-Bereich da.


    Timo: "da is ein pfosten umgekippt - da is bestimmt ein pfosten gegen gelaufen"

  • Es bleibt halt immer eine Frage des Anspruchs. Wenn ich nur ab und an mal ein Spielchen machen will, Filme schauen oder im Internet unterwegs bin bekomme ich mit der APU ein Paket, was ich in dieser Preisklasse bei keinem Intel stricken kann. Das Call of Duty inzwischen nicht besonders gut gecodet ist sollte bekannt sein, COD4 z.B. hat immer noch gut besuchte Server und rennt auch mit dem A8.

  • "3-2-1-Deins"
    Das wäre genau das richtige für meinen Sohn, dem ich einen neuen Rechner zum Gaming zusammenstellen will, er ist noch in der lehre und hat nicht soviel Geld, da wäre dieses schöne APU-system genau richtig, ausserdem kann man ja später mit einer AMD Radeon das system gut nachrüsten, Top Aktion !

  • APU's sind klasse - wenn man ein kleines Budget hat. Für Casual Gamer absolut das richtige, es muss da nicht immer eine Top Lösung sein. Meine Freundin spielt auf einer A10 Caveri sogar Star Citizen... zumindest tat sie dies als ihr Rechner noch richtig lief. Ihr Vater hat einen A6 Trinity und für ihn reichte es bisher absolut, für Train Simulator und Co. Mittlerweile ist sein Rechner jedoch auch schon veraltet für die neusten Simulatorspiele, und so... würde ich gerne meine Stimme in den Top werfen um den Rechner meines zukünftigen Schwiegerpapa's upzudaten, auch als kleiner Lohn dafür, dass er erst eine Sucht überwunden hat (näher darauf will ich jedoch nicht eingehen, aber es war ein harter weg).

    I'm no hero, never was, never will be... just an old killer hired to do some dirty work.

    -Solid Snake-

  • Schöner Test wie immer Papa :thumbsup:


    Nur das Video hats geschafft mich anfangs zu verwirren. ein CS thumbnail, startet das Video, und man guckt kurz nach was zu trinken, dann päm hört man Motorengeräusche und denkt sich komisches CS Game :D


    für mich wahrscheinlich eher nichts das gute Stück, wenns bei Spielen schon nicht der Burner ist, aber für den Durchschnittszocker wird das alle mal reichen :thumbup:

  • APU's sind klasse - wenn man ein kleines Budget hat. Für Casual Gamer absolut das richtige, es muss da nicht immer eine Top Lösung sein. Meine Freundin spielt auf einer A10 Caveri sogar Star Citizen... zumindest tat sie dies als ihr Rechner noch richtig lief. Ihr Vater hat einen A6 Trinity und für ihn reichte es bisher absolut, für Train Simulator und Co. Mittlerweile ist sein Rechner jedoch auch schon veraltet für die neusten Simulatorspiele, und so... würde ich gerne meine Stimme in den Top werfen um den Rechner meines zukünftigen Schwiegerpapa's upzudaten, auch als kleiner Lohn dafür, dass er erst eine Sucht überwunden hat (näher darauf will ich jedoch nicht eingehen, aber es war ein harter weg).

    Einzig sind die A8-APUs lohnenswert... Die A10-APUs sind so dermaßen teuer, dass man für einen geringen Mehreinsatz schon eine Kombi aus einem 860K und einer R7 250E/X bekommt, welche mit den APUs den Boden aufwischt.


    Timo: "da is ein pfosten umgekippt - da is bestimmt ein pfosten gegen gelaufen"

  • Einzig sind die A8-APUs lohnenswert... Die A10-APUs sind so dermaßen teuer, dass man für einen geringen Mehreinsatz schon eine Kombi aus einem 860K und einer R7 250E/X bekommt, welche mit den APUs den Boden aufwischt.

    Das ist wieder eine Frage des Anspruches. Die 250 ist in Verbindung mit einer 860K nur überschaubar schneller als die A10 7870K, saugt dafür dann aber schon merklich mehr aus der Dose und macht vor allem in HTPC-Systemen wieder das kleine Temperaturproblemchen deutlich. Daher sollte man manchmal einfach abwägen was man wirklich will und braucht. So macht auch die A10 APU durchaus Sinn.


    Und wenn ich mir das von der reinen Rohleistung her anschaue ist das kein echtes Boden auswischen sondern eher ein sanftes Staubwedeln...

  • Naja, Rohleistung ist so eine Sache... Hier wurde zwar nur mit 1600er-RAM getestet, aber der Vorteil von 2400er-RAM ist ja eher überachaubsr:


    http://ht4u.net/reviews/2014/a…_apus_im_test/index38.php


    Der 7870K taktet zwar schneller, kommt aber noch lange nicht an die Kombi ran. Du hättest nicht zufällig gerade ne R7 250X zum Testen da? :D


    Bei der Temperatur- und Platzsache in Kleinsystemen hast du aber definitiv recht. :)


    Timo: "da is ein pfosten umgekippt - da is bestimmt ein pfosten gegen gelaufen"

  • War das eine R7 250 mit DDR3- oder GDDR5-VRAM? Das ist in dem Bereich durchaus schon sehr wichig. ;)


    Auf jeden Fall ist der Unterschied zu einer R7 250 tatsächlich sehr gering. 8o
    Die hat aber auch nur 384 Shader, eine HD7750/R7 250E 512 und 250X hat schon ganze 640.


    Timo: "da is ein pfosten umgekippt - da is bestimmt ein pfosten gegen gelaufen"