CallofDutySeries.de - Test - EVGA GTX 960 SuperSC ACX 2.0+


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    Das Spiel ist wichtig, um die frühkindliche Entwicklung zu fördern - so oder ähnlich steht es in vielen pädagogischen Leitfäden. Trotz allem finden sich immer wieder Erziehungsberechtigte die sich erdreisten das Spiel an sich zu unterbinden, oder zumindest die Zeit der frühkindlichen Entwicklung doch rapide zu beschränken. Mit welchem Recht wird die Frühkindlichkeit an einem Alter festgemacht? Wer sagt, wann es genug ist? Wer kann beurteilen wie viel und vor allem welches Spiel entwicklungspsychologisch von Wert ist?


    Gamer aller Alterstufen vereinigt euch, seid Nerd und steht dazu, aber vergesst trotz allem nicht, dass Spielen nicht nur vor 4-eckigen Kästen stattfindet, auch das Licht der Sonne, teils heftig geblockt durch heruntergelassene Fensterläden um lästige Spiegelungen zu vermeiden, ist der Entwicklung zuträglich und, trotz gegenteiliger Vermutungen, tötet nicht bei einem Aufeinandertreffen.



    Es ist nicht die erste GTX960 die sich hier in mein Testsystem schleicht, daher kann ich teilweise recht gut die Unterschiede zwischen den Modellen sehen. Eines ist Fakt, Bilder auf den Bildschirm bekommen alle gezaubert und wirklich laute Modelle der GTX960 gibt es auch nicht am Markt. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Baulänge, dem Stromhunger und letzten Endes auch ein wenig der Umsetzung der Kühllösungen.



    Nachdem ich bereits die Modelle aus dem Hause PALIT und GIGABYTE näher beäugt habe, bin ich durchaus gespannt was der Marktbegleiter von EVGA zu bieten hat, vor allem da dieser Chip ja nun bereits ein paar Monate auf dem Markt sein Dasein fristet und dort, wenn auch nicht unbedingt unangefochten, durchaus seine Fanbase zufrieden stellen konnte.


    Bevor ich mich dann in eine Auswahl der Games auf dem Rechner stürze, schau ich mir das gute Stück auf jeden Fall mal etwas näher an.



    Nebst der Karte sind hier die üblichen Verdächtigen in der Packung vorzufinden, sprich Adapterkabel und Stecker, Treiber-CD und eine Kurzanleitung bahnen sich den Weg ins Freie. Damit aber nicht genug, der echte EVGA-Fan will zeigen was er hat und bekommt dazu ein paar passende Gehäusesticker in verschiedenen Größen sowie ein Poster geliefert.



    Die Karte selbst präsentiert sich relativ schmucklos, mit einem verhaltenen Design. Auffällige Applikationen oder Farbakzente am Kühlergehäuse sucht man hier vergebens und auf Bling-Bling-Effekte, begehrt bei Nutzern von Gehäusen mit Sichtfenster, wurde auch komplett verzichtet. Wer also eine EVGA kauft, tut dies nur wegen der Leistung, nicht aufgrund von Äußerlichkeiten.



    Ein schöner Rücken kann auch entzücken. In diesem Fall ist die Kannbestimmung nur zutreffend, wenn man auf die Ansicht von Platinen und Widerständen steht, auf eine Backplate wie das getestete Modell von GIGABYTE verzichtet man hier, allerdings hat diese auch bei der 960 tatsächlich eher optische Vorzüge.



    Der Stromhunger der SSC wird über einen 8-Pin pci-e Stecker gestillt und macht damit deutlich, dass es mit der Standard-Bestückung durch einen 6-poligen doch knapp werden könnte und die 150W unter Umständen nicht reichen. Testen konnte ich diesen Punkt leider nicht, da sich mein Verbrauchszähler entschieden hat in den Streik zu gehen und auch mit einem Angebot von längeren Pausenzeiten nicht zu einer intensiven Mitarbeit zu überreden war.



    An Anschlüssen mangelt es der Karte nicht, so finden man neben jeweils einem HDMI- und DVI-Steckplatz auch noch 3x Displayport und kann sich darauf basierend ein schönes Multi-Monitor Arrangement zusammenstricken, sollte dabei aber bitte beachten das dies, wenn spielerisch genutzt, durchaus die Leistungsgrenze der Karte ausloten könnte. Für einem Gaming-Bildschirm und 1-2 "Nebenkriegsschauplätze" für Messager etc. reicht es aber sehr gut aus.


    Wie immer spare ich mir an dieser Stelle die Kopie der technischen Daten und verlinke, der Bequemlichkeit halber, auf die Seite des Herstellers. Wen also Maße und andere Infos interessieren, sollte dann HIER klicken.



    Bevor ich mich dann ins Getümmel stürze, stelle ich mein Testsystem noch einmal vor, welches bereits einigen Tests als Grundlage dient und damit für eine Vergleichbarkeit zwischen Diesen sorgt.


    • BOARD GIGABYTE Z97X-UD3H-BK
    • CPU Intel Core i7 4790K 4.4GHz
    • RAM G.Skill Ares 2x4GB 2133 CL10
    • SSD Crucial MX200
    • PSU Seasonic P660
    • OS Windows 10 Pro N

    Im reinen Funktionstest unter 3D-Mark gibt sich die Karte keine Blöße. Bei den ersten Tests ist die Auslastung und die damit einhergehende Hitzeentwicklung so bescheiden, dass sich die Lüfter weigern anzulaufen. Mehr Silent geht nicht, ein Effekt den man aber recht häufig bei den Vertretern dieses Chips beobachten kann. In wie fern sich die passive Kühlung auf Dauer auf die Komponenten auswirkt wird sich zeigen, Vorerst aber kann ich mit totaler Stille im Desk-Modus durchaus leben, da dies sehr schön mit den anderen eingesetzten Komponenten harmoniert.
    Allerdings kann ich nicht umhin, den negativen Aspekt der 0-RPM-Kühlung zu bemerken, denn da die Lüfter kein Nebengeräusch erzeugen ist das Spulenfiepen bei hohen FPS-Raten doch deutlich zu vernehmen.


    Auch unter Volldampf, erzwungen durch die anspruchsvolleren Tests bei 3D-Mark und eine geraume Laufzeit im Valley-Benchmark, verhält sich die Karte absolut leise. Die Lüfter kommen zwar in Bewegung, sind aber nur mit Mühe räumlich zu orten und geben währenddessen nur ein leichtes Rauschen von sich, die Karte liegt dabei bei maximal 70°C und damit weit außerhalb von Allem, was ich als kritisch bezeichnen würde.



    Wer ein wenig an Taktraten oder Lüftereinstellungen herumspielen will, kann auf das Hauseigene OC-Tool EVGA PrecisionX zurückgreifen, welches entweder bei EVGA selbst, oder auch über Steam zum Download bereitsteht. Das optisch schön verspielt gestaltete Tool bietet an sich alles was man braucht, um auch das letzte bisschen Leistung aus der Karte zu kitzeln. Die Anpassung der Lüfterkurve funktioniert hervorragend, der Leistungszuwachs der 960 hingegen hielt sich in Grenzen, was wahrscheinlich auch an der, bereits recht performanten, Ausrichtung liegt.


    Der erste obligatorische Test ist inzwischen, natürlich, 3D-Mark Firestrike. Hier habe ich einmal eine kleine Auswahl von [lexicon]Karten[/lexicon] getroffen die bereits den Testparcours durchlaufen haben, ich bitte aber zu beachten, dass die Tests teilweise mit unterschiedlichen Treiberversionen vorgenommen wurden und daher nicht zu 100% den Leistungsstand wiedergeben.



    Für die Restlichen Tests verzichte ich (vorerst) auf Vergleiche und gebe die Frameverläufe der einzelnen Games wieder, so dass man als geneigter Konsument die Möglichkeit hat zu schauen, ob die Rohleistung mit den erzielten Daten auf einen Nenner zu bringen ist.


    Da es sich so schön anbot habe ich die letzte Beta-Version von BlackOps3 einmal mitlaufen lassen. Die durchweg hohen Einstellungen waren, erwartungsgemäß, nichts, was die Karte wirklich ins Grübeln gebracht hat. Hier ist sicherlich auch als Vorteil zu verzeichnen, dass NVIDIA als Partner von ACTIVISION mit im Spiel ist.




    Battlefield Hardline erwies sich hingegen als ziemlich zickig, nicht was das Spiel selbst anbelangte, das lief, einige wenige Ruckler ausgenommen, an sich reibungslos, aber die Aufzeichnung der Frames lässt mich an den Werten zweifeln, da sich, trotz deaktivierter Synchronisation, doch alles im Bereich der 60 FPS abspielte. Ich nehme einfach einmal an dass es hier zu einer Diskrepanz zwischen meinem Programm unter Windows 10 und dem im Browsermodus laufenden Game kam. Alle Versuche die Einstellungen anzupassen und eine Änderung zu erzwingen waren erfolglos, daher bitte ich die Ergebnisse unter extremen Vorbehalt zu sehen.




    Um die Shooterriege abzuschließen, gönnte ich mir dann noch eine Runde CS-GO, geschuldet der Erkenntnis doch ein recht großes Fanpotential auch auf dieser Seite zu finden. Hier pendelten sich die Frames doch weit höher ein als bei den ersten Testprobanden und lassen sicher das CS-Herz höher schlagen.




    Da ich so viel Hektik auf Dauer nicht ertrage, ich bin halt schon etwas älter, gönne ich mir etwas Entspannung und geh ein bisschen aufs Wasser. Damit auch hier ein Vergleich für Euch herausspringt, nehme ich nicht meinen üblichen Angelkahn und geh Hechte jagen, sondern sattel auf Kriegsschiffe um. Um genau zu sein bemühe ich die Beta von World of Warships aus dem Hause Wargaming.




    Weil mir diese Spielgeschwindigkeit so zusagt nehme ich dann auch noch gleich einen weiteren [lexicon]Titel[/lexicon] von Wargaming mit - jetzt wird gepanzert, und Das in HD...




    Nachdem ich mich nun genug ausgeruht habe kann ich es wagen, ein weiteres Mal mit Pixelwaffen den Kampf gegen virtuelle Bösewichte anzutreten und schaue mir mal die Grafikkarte bei erschwerten Bedingungen, dem wirren Rumgehopse unter Call of Duty - Advanced Warfare, an.




    Nachdem ich nun meine Aggressionen direkt auf- und wieder abbauen konnte reicht es mir unterm Strich jedoch, und ich widme meine letzten 2 Tests den Wimmelspielen. Diese sind zwar meist nicht ganz so anspruchsvoll, zumindest was die Pixelbeschleuniger anbelangt, können aber auch davon profitieren, selbst wenn hier Frames jenseits der Bildschirmwiederholungsrate nicht zwingend spielentscheidende Auswirkungen haben sollten. Fangen wir mit dem aktuellen Werk von Blizzard, Heroes of the Storm, an.




    Last, but not least, dann ein weiterer ESL-relevanter [lexicon]Titel[/lexicon], welcher noch immer Heerscharen an Spielern begeistert, League of Legends. Hier bemerke ich einen gigantischen Frameeinbruch von über 100 FPS, sobald etwas mehr auf dem Bildschirm los ist. Das klingt im ersten Moment gewaltig, relativiert sich aber in dem Moment, indem man feststellt das selbst unter widrigen Umständen noch immer über 300 Frames die Sekunde von der GTX960 auf den maßlos mit deren Anzeige überforderten Bildschirm geschleudert werden.




    Warum eigentlich EVGA?


    was, so kann man sich fragen, sollte den geneigten Käufer dazu bewegen sich eine GTX 960 aus dem Hause EVGA zuzulegen? Sie ist nicht billiger als die Modelle anderer Hersteller (die vorgestellte Karte hat einen Straßenpreis von etwas mehr als 210 Euro), besonders sexy ist sie im Gehäuse auch nicht, sie ist sehr leise, aber auch dies ist Nichts was andere Hersteller nicht auch hinbekommen und auch in Sachen Leistung kann sie sich nicht wirklich abheben, spielt aber am oberen Ende der Fahnenstange mit.


    Der wirklich relevante Punkt, welcher für die EVGA spricht, ist der Service! Der Hersteller bietet von Hause aus bereits 3 Jahre Garantie, statt der marktüblichen Zwei an und gibt außerdem gegen einen geringen Preis eine Erweiterung dieser um 2 bzw. 7 Jahre an, so dass man, für in diesem Fall 16 Euro, eine 10 Jahre Garantie erhält, ein Zeitraum der weit über der durchschnittlichen Lebenserwartung einer Gamingkarte liegt.


    Sollte die Karte während des Garantiezeitraumes das Zeitliche segnen muss man auch nicht Wochenlang auf Ersatz warten, gegen eine virtuelle Kaution ( Wert der Karte via PAYPAL) wird eine neue Karte vorab verschickt, und die Kaution erstattet, sobald die defekte Karte bei EVGA eingetrudelt ist.


    Falls man nun die Befürchtung hat, diese GTX960 SSC ist doch nicht stark genug, kein Problem - über das einmalige StepUp-Programm besteht die Möglichkeit ohne weitere Zusatzkosten auf ein höheres Modell zu switchen, man zahlt nur die Differenz zwischen den beiden [lexicon]Karten[/lexicon] und die Versandkosten.


    Fazit


    Die EVGA GTX960 SSC ist eine Grafikkarte im mittleren Preissegment, welche genug Leistung bietet um die meisten Games mehr als ausreichend gut auf den Bildschirm zu zaubern. Einzig Games mit hohem Speicherhunger dürften dann mit den 2 GB VRAM hadern und in Richtung Ruckelorgie tendieren. Aber wer solche Games zockt, wird in der Regel eh zu den etwas schnelleren Modellen greifen müssen. Daher ist der angebotene Speicher noch als durchaus ausreichend zu bezeichnen, auch wenn der Grundtenor inzwischen ein Anderer ist. Meist wird der fehlende RAM vor allem von Anwendern bemängelt, die noch nie eine GTX 960 im Gehäuse hatten.


    Die obigen Punkte machen es mir schier unmöglich ein Haar in der Suppe zu finden, welches nicht im Allgemeinen für die GTX960 gilt. Daher ziehe ich nicht nur meinen Hut vor EVGA, sondern auch noch ein paar nette Awards aus dem Ärmel. Den Silent-Award, unter Dampf an sich verdient, streiche ich jedoch wegen des Spulenfiepens, welches zwar nicht nervtötend, aber eben doch hörbar ist.


  • Puh, zum Glück kommt die noch nicht an meine Karte ran. Ich weiß genau, dass ich an dem Zeitpunkt, an dem eine aktuelle Mid-End Karte meine GPU im Bench schlägt, (wieder) in der Ecke sitzen und weinen werde hopsi


    Aber ansich wieder ein sehr schön geschriebener Test. Visuell macht die Karte echt nicht so viel her, aber die Garantie (+Verlängerung) klingen doch schon nach einem sehr gutem Angebot. Sofern ich keinen voll ausgeleuchteten Plexiglas PC hab, würde ich da definitiv zu dem Angebot greifen.

  • Mal wieder eine nice Vorstellung vom PaPa :thumbsup: .




    Aber bei mir schaufelt die EVGA GTX 970 aktuell die Pixel, dass Dingen was es in einer geilen Aktion zu gewinnen gab und dann bei mir landete :woot::woot::woot: . Und da geht auf alle Felle noch was, auch mit BF4 unter voller Graphic gähnt die noch :thumbup: .
    Auch hier wie schon im Test beschrieben ist die saumässig leise, am Anfang dachte ich die Kühler sind kapoot, also Deckel wieder ab und die Dinger föhnten. Das hat EVGA gut im Griff würd ich sagen.


  • Klasse Test - hab schon überlegt mir so eine zuzulegen aber der Geldbeutel und die Prioritätenliste sagen eher sowas wie: Behalt' mal lieber die jetzige Mini Karte :D
    R9 270X oder HD 5750 Powaaah!!


    wobei ich die Leistungsaufnahme von 160watt doch echt human finde - sieht aus wie ne perfekte Karte für nen HTPC :o