Infinity Ward - Mark Rubin verlässt das Studio, Todd Alderman kehrt zurück [UPDATE: Statement von Rubin]


  • Infinity Ward - Mark Rubin verlässt das Studio, Todd Alderman kehrt zurück [UPDATE: Statement von Rubin]



    Einsam und verlassen fristet der Twitter Account von Mark Rubin sein Dasein, denn die letzten Einträge stammen aus dem Jahr 2013. Da ging es noch um das Hybrid-System in Call of Duty: Ghosts, doch seitdem herrscht Funkstille und so manch einer fragte sich bereits, ob Rubin überhaupt noch bei Infinity Ward tätig ist. Seit heute ist bekannt, dass er bereits Anfang des Jahres das Studio verlassen hat. Dafür kehrt mit Todd Alderman ein einstiges Gründungsmitglied wieder in den Schoß des Studios zurück.


    Schon seit 2003 und damit der Entwicklung von Call of Duty 2 arbeitete der zuletzt als Executive Producer tätige Mark Rubin für Infinity Ward. Doch seit Ende 2013 wurde es sehr ruhig um ihn und seiner Person. Hier und da erblickte man ihn noch in den DLC-Videos zu Ghosts, aber außerhalb dieser Trailer hörte und las man von Rubin nicht mehr viel. Schnell keimten die Gerüchte, Rubin habe das Studio verlassen, doch eine offizielle Stellungnahme blieb bis heute aus. Nun haben aber unsere fremdsprachigen Kollegen von Polygon durch eine Stellungnahme von Activision erfahren, dass Mark Rubin das Studio bereits Anfang diesen Jahres verlassen hat. Welche Gründe der Weggang von Rubin hat, dazu wollte sich Activision nicht näher erklären.


    Doch nicht nur prominente Abgänge hat Infinity Ward zu verzeichnen, auch einen Zugang der besondern Art gibt es: Todd Alderman kehrt zu seinen Wurzeln zurück.



    Todd Alderman, neuer "Project Director" von Infinity Ward


    Manch einer fragt sich nun wer dieser Mann sei, lasst es euch daher kurz erklären. Alderman gehört zu den Gründungsmitglieder von Infinity Ward aus dem Jahre 2002. Nach dem großen Bruch mit Activision nach dem Release von Modern Warfare 2 in 2010 und dem daraus resultierentem Rechtsstreit zwischen Zampella/West und Activision, hat auch Alderman das Studio Infinity Ward verlassen. Wie seine ehemaligen Vorgesetzten trat auch er dem damals neu gegründeten Respawn Entertainment bei und half mit bei der Entwicklung von Titanfall. Doch bereits 2012 verließ er wieder Respawn und heuerte bei Riot Games an. Und nun ist er völlig unerwartet wieder zu Inifnity Ward zurück gekehrt und bekleidet dort die Position des Multiplayer Design Directors.


    In einem vorbereiteten Statement sagte Alderman gegenüber Polygon folgendes zu seinem Wechsel:


    Zitat von Todd Alderman (Infinity Ward)

    Die Chance zu Infinity Ward und Call of Duty zurück zu kehren war etwas von dem ich nie geahnt hätte dass es passieren würde. Es sind fünf Jahre vergangen seit ich dort war und es hat sich so einiges verändert. Es gibt eine Menge neuer Gesicher und motivierte Leute die etwas Großartiges erschaffen wollen. Es ist ein sehr cooles Spielekonzept von dem ich ein Teil sein will und ich kann es kaum erwarten zu sehen, was wir mit einem dreijährigen Entwicklungszyklus machen werden. Ich freue mich sehr zurück zu sein.


    Aldermans Einstellung bei Infinity Ward ist zu einer Zeit geschehen, in der das Franchise zahlreiche größere Veränderungen vollzogen hat. Publisher Activision hatte bekannt gegeben, dass die Spieleserie Call of Duty von einem bislang zweijährigen zu einem dreijährigen Zyklus wechseln wird, was den beteiligten Studios mehr Zeit für die Entwicklung an dem jährlich erscheinenden Spiel gibt. Sledgehammer Games wurde als drittes eigenständiges Studio im Franchise etabliert und brachte im vergangenen Jahr Advanced Warfare heraus. Es ist bereits offiziell bekannt, dass das diesjährige CoD wieder aus der Spieleschmiede von Treyarch stammen wird; Infinity Ward wird daher im Jahr 2016 wieder einen eigenen Shooter im Call of Duty Universum veröffentlichen und sollte offenbar mit Hochdruck wieder hierzu in die Lage versetzt werden.


    Nachdem Infinity Ward über einen langen Zeitraum immer wieder Mitarbeiter verloren hat, sind in letzter Zeit einige neue Köpfe wie Taylor Kurosaki und Jacob Minkoff von Naughty Dog (wir berichteten) oder Michael Drobot, 3D-Programmierer für FarCry 4, hinzugekommen. Im Mai vergangenen Jahres wurde eine Fusion mit Neversoft durchgeführt, wodurch sich das Team bei Infinity Ward von 100 auf 250 Mitarbeiter mehr als verdoppelt hat (mehr dazu HIER).


    Auch innerhalb der bereits vorhandenen Mitarbeiter bei Infinity Ward hat es in jüngster Zeit - genauer seit der GDC Anfang März - einige Stellenwechsel gegeben. Candice 'candislexia' Capen, die einstige Schnittstelle zur Community, trägt nun die Bezeichnung „Production Coordinator“. Tina 'teanah' Palacios, die zusammen mit candislexia die Spieler über alle Ereignisse rund um Call of Duty auf dem Laufenden hielt, ist in das Entwicklerteam gewechselt und trägt jetzt den Titel „Developer“. Und Mark DeRidder bekleidet seit neuestem die Position des Lead Animator. Dieser Riege gesellt sich nun Todd Alderman als Multiplayer Design Director hinzu, dennoch sind weiterhin einige Stellen auch in Führungspositionen offen. Eine Übersicht der aktuell vakanten Stellen findet sich hier: Jobs bei Infinity Ward.


    Publisher Activision stockt zur Zeit massiv auf und will laut Polygon über 1.000 Mitarbeiter weltweit einstellen – wieviele für Infinity Ward gedacht sind, wollte die Geschäftsleitung nicht kommentieren. Doch David Stohl, Kopf des Studios, kommentierte Aldermans Rückkehr und gab einen Ausblick auf die die weiteren Aussichten für Infinity Ward:


    Zitat von David Stohl (Infinity Ward)

    Es geht darum die besten Talente für die richtigen Positionen zu finden. Todds Erfolge sprechen für sich. Wir sind froh ihn für die Leitung der Multiplayer-Entwicklung hier bei Infinity Ward zu haben und die Führungsriege für das gesamte Studio-Team auf ein breiteres Level bringen zu können. Nach der Verschmelzung mit Neversoft im vergangenen Jahr haben wir weitere großartige Talente dem Studio hinzufügen können. Jetzt da wir uns auf die Zukunft fokussieren können, verspüren wir eine Energie die uns alle dafür begeistert, was noch kommen wird.


    Die Zeichen stehen also in einigen Bereichen auf Neuanfang bei Infinity Ward. Ob dies genügen wird, um das ehemals große Vertrauen der Spielerschaft zurück zu gewinnen, wird abzuwarten sein. Spätestens im Jahre 2016 werden wir es wissen.


    UPDATE (17.03.2015): Nachdem einige Gerüchte zu seinem Weggang bei Infinity Ward aufgekommen sind, hat Mark Rubin ein Statement zu seinem Weggang verfasst und Polygon zukommen lassen:


    Zitat von Mark Rubin

    Wie ihr wisst war ich bei IW seit der Entwicklung von CoD2. Hatte einen Anteil am Launch auf der Xbox360 und habe miterlebt, wie aus CoD ein massives Franchise wurde. Es sind jetzt fast 10 Jahre bei Infinity Ward und ich war einfach bereit mich zurückzuziehen. Ich bin nicht gegangen weil irgendwas "passiert" ist auf der Arbeit, ich wollte eigentlich nur aufhören zu arbeiten und das Leben außerhalb der Arbeit genießen. Ich hatte unglaubliches Glück ein Teil einer der großartigsten und einflussreichsten Marken im gesamten Entertainmentsektor zu sein und dieser Erfolg gab mir die Möglichkeit, früher als die meisten anderen Menschen in Rente zu gehen. Also ja, ich bin glücklich und es geht mir gut. Ich habe einige Investmentgeschäfte an denen ich arbeite, aber zum Großteil hänge ich mit Freunden ab, mehr als ich in der Vergangenheit in der Lage war und genieße meine Leidenschaft für Videospiele - nicht als Entwickler.


    Da bleibt uns nur ihm viel Spaß und Erfolg zu wünschen beim Verbringen seiner jetzt reichlich vorhandenen Freizeit. Beim Zocken mit Kumpels und einem guten Bier - wer könnte da schon nein sagen, wenn die Kohle stimmt?


    Euer CallofDutySeries.de Team!


    Quelle

  • Spannend was da zurzeit bei IW vor sich geht. Vielleicht besteht sogar Hoffnung, dass IW wieder mitbekommt, dass auch der PC eine Spieleplattform ist. Immerhin hat Titanfall an dem Alderman mitgearbeitet hat auf dem Rechenknecht recht gut funktioniert. Aber wie schon gesagt, erfahren werden wir es erst 2016.

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    We think too much and feel too little: More than machinery we need humanity; More than cleverness we need kindness and gentleness. Without these qualities, life will be violent and all will be lost

  • Kein Verlust und kein Gewinn, ein schlechtes Studio bleibt ein schlechtes Studio. Es stellt sich die Frage wann dieses Zirkusstudio endlich geschlossen wird, ansonsten versauen sie noch den Rest der vom einst guten Namen IWs geblieben ist :thumbup:


    Edit: Wollte gerade mal wieder die Steamstats nutzen um zu zeigen wie schlecht Ghosts eigentlich ist... ist nicht mal mehr in den Top 100 hopsi


    Treyarch: Let's try something new.
    SHG: Let's try something different even if it fails we tried.
    IW: Our fish AI which we copied from Nintendo is cool... must be enough for AAA title.

  • Spannend was da zurzeit bei IW vor sich geht. Vielleicht besteht sogar Hoffnung, dass IW wieder mitbekommt, dass auch der PC eine Spieleplattform ist. Immerhin hat Titanfall an dem Alderman mitgearbeitet hat auf dem Rechenknecht recht gut funktioniert. Aber wie schon gesagt, erfahren werden wir es erst 2016.


    Ich denke, alle drei Studios wissen, was sie in der PC-Szene haben und dass diese sehr viel mehr Potenzial hätte...lediglich ist sich dem ACTVI nicht im Klaren - bzw nicht mehr.


    Ob da nun ein Kopf im Studio geändert wird oder nicht: Kann mir nicht vorstellen, dass sich irgdendwas großartig ändern wird. Wieso sollte sich dies auch?! Ich persönlich wünsche mir aber ein PC-fokussiertes Denken, da ich PC'ler bin und bleiben werde.


    Meine Konsole fasse ich nur bei exkl. Titel an.

  • Hmm. Komisch, IW hat mit MW1 und MW2 die besten CoD-Teile aller Zeiten herausgebracht.

    Außerdem: mit Ghosts den schlechtesten Teil und MW3 den mit den meisten Cheatern (Ich spreche von den PC-Versionen).


    Träum ich? Wach ich? Leb ich? Bin ich bei Sinnen?


    Facit Omnia Voluntas


    Größe verursacht Neid, Neid erzeugt Groll, und Groll bringt Lügen hervor.

  • Hmm. Komisch, IW hat mit MW1 und MW2 die besten CoD-Teile aller Zeiten herausgebracht.


    Nope, MW 2 auf dem PC war alles andere als gut mit IWnet und all den Cheatern. Aber was noch viel wichtiger ist (und auch schon gesagt wurde): Es sind längst nicht mehr die Leute bei IW, die auch MW gemacht haben.

  • Nope, MW 2 auf dem PC war alles andere als gut mit IWnet und all den Cheatern. Aber was noch viel wichtiger ist (und auch schon gesagt wurde): Es sind längst nicht mehr die Leute bei IW, die auch MW gemacht haben.


    So ist es auch, MW2 und alles danach von AV oder sonst was kam ausgeschlossen Treyarch war Grotten schlecht.

  • Außerdem: mit Ghosts den schlechtesten Teil und MW3 den mit den meisten Cheatern (Ich spreche von den PC-Versionen).


    Ghosts und MW3 wurden von Raven Software entwickelt (zumindest der grauenhafte Multiplayer), also hat IW hier nichts damit zu tun.


    Nope, MW 2 auf dem PC war alles andere als gut mit IWnet und all den Cheatern.


    Hmm komisch, ich hatte unfassbar viel Spaß mit dem Teil und gesuchtet bis zum umfallen.


    Ist aber leider eine große Community-Krankheit, dass man alles und jeden als Cheater bezeichnet.

  • Zitat

    Ghosts und MW3 wurden von Raven Software entwickelt (zumindest der grauenhafte Multiplayer), also hat IW hier nichts damit zu tun.


    Nope, Raven Software war nur in unterstützender Hinsicht dabei und vor allem für die DLCs verantwortlich. Hauptverantwortliches Studio für die MPs ist und war Infinitiy Ward. Bei MW3 hat IW da auch mit SHG zusammen gearbeitet.